Beauty Mirror

Douglas testet Augmented-Reality-Spiegel in Düsseldorfer Filiale

So sieht der Beauty Mirror von Douglas aus
© Douglas
So sieht der Beauty Mirror von Douglas aus
Die Digitalisierung des Parfümeriehändlers Douglas schreitet weiter voran: In einer Düsseldorfer Filiale testet das Unternehmen nun einen Augmented-Reality-Spiegel. Mit dem sogenannten Beauty Mirror sollen Kundinnen künftig bestimmte Produkte wie Lippenstifte und Make-up vor dem Kauf virtuell auftragen.

Mit dem smarten Spiegel, den Douglas in seiner Düsseldorfer Filiale in der Flingerstraße testet, verspricht sich das Unternehmen einen besseren Service für seine Kundschaft. Bevor ein bestimmtes Produkt gekauft wird, soll es an diesem Gerät ausprobiert werden - und zwar virtuell. Das funktioniert ähnlich wie mit den in der jungen Zielgruppe bekannten Gesichtsfiltern von Snapchat oder Instagram. Mit einem Klick auf den Touch-Bildschirm wird der jeweilige Look ausgewählt.



Zum Teststart stellt Douglas mehr als 1000 Produkte der Marken Lancôme, IT Cosmetics, Urban Decay, YSL und Armani virtuell für den Spiegel zur Verfügung. Das digitale Produktportfolio soll aber sukzessiv ausgebaut werden, heißt es vonseiten des Unternehmens. "Mit dem neuen Douglas Beauty Mirror digitalisieren wir das Beauty-Erlebnis für unsere Kunden und machen es zu jeder Zeit und an jedem Ort erlebbar", sagt Vanessa Stützle, Executive Vice President E-Commerce und CRM bei Douglas. Wer es nicht in den Düsseldorfer Douglas-Laden schafft, kann den Beauty Mirror übrigens auch in der Smartphone-App des Unternehmens finden. Tina Müller, die seit gut eineinhalb Jahren an der Spitze der Parfümeriekette steht, ist dabei, Douglas deutlich digitaler aufzustellen, um im härter gewordenen Wettbewerb zu bestehen. Dominierte lange Zeit Marktführer Douglas den Parfümeriemarkt fast unangefochten, so versuchen nämlich inzwischen Onlinehändler wie Zalando oder Flaconi sich ein immer größres Stück vom lukrativen Geschäft zu sichern.

Bis zum Jahreswende will Douglas den eigenen Online-Auftritt zu einem Marktplatz ausbauen, auf dem die Kunden auch Produkte und Beauty-Angebote externer Partner erhalten können. "Im Beauty-Bereich gibt es noch keinen Marktplatz", so Müller. Diese Lücke wolle der Konzern füllen und den eigenen Online-Auftritt "zur zentralen Beauty-Plattform Europas" machen. Dabei gehe es nicht nur um weitere Produkte, sondern auch um Serviceangebote vom Friseurtermin bis zur Maniküre. ron (mit dpa-Material)


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