Augmented Reality

Warum Lego Wear und Snapchat einen leeren Pop-up-Store eröffnen

Lego und Snapchat eröffnen einen Pop-up-Store
© Snap
Lego und Snapchat eröffnen einen Pop-up-Store
Passanten, die gestern in der 55 Eastcastle Street im zentralen Londoner Wohnviertel Fitzrovia entlang spazierten, werden sich wahrscheinlich gewundert haben: Lego Wear, die Bekleidungstochter des dänischen Spielwarenherstellers, hat dort für einen Tag einen leeren Pop-up-Store eröffnet. Kleidungsstücke? Fehlanzeige. Stattdessen nur vier weiße Wände. Dahinter steckt eine Aktion in Zusammenarbeit mit Snapchat.
Im Eingangsbereich des etwa 30 Quadratmeter großen Ladens befindet sich ein Sockel, auf dem ein aus Lego-Steinen erbauter Snapcode befestigt ist. Dabei handelt es sich quasi um eine Art QR-Code für die Snapchat-App. Wenn Besucher mit ihrer Snapchat-App diesen Code scannen, aktivieren sie ein Augmented-Reality-Tool, das aus dem leeren Store prompt ein virtuelles Einkaufserlebnis werden lässt.


In der virtuellen Modeboutique können die Nutzer anschließend die neue und limitierte Streetwear-Kollektion von Kabooki anschauen. Das Unternehmen ist Lizenznehmer von Lego Wear und lanciert zur am Freitag startenden Fashion Week in London eine limitierte Kollektion für Erwachsene. Das AR-Erlebnis ist darüber hinaus mit einer interaktiven DJ-Kabine, einer Arcade-Maschine und vor allem mit einem exklusiven Zugang zum limitierten Modeprogramm ausgestattet.

Eindrücke: Der Pop-up-Store von Lego Wear und Snapchat



Besucher, die über ihr Smartphone virtuell eintreten, können die Produkte durchstöbern und über eine integrierte "Shop now"-Funktion online kaufen. "Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Lego-Team mit einem neuen und innovativen digitalen Kundenerlebnis zu experimentieren. Die Ansprache eines erwachsenen Publikums mit dieser limitierten Bekleidungslinie durch ein AR-Erlebnis ist etwas, was wir noch nie zuvor gemacht haben", sagt Birgitte Holgaard Langer, Chief Operating Officer & Chief Marketing Officer bei Kabooki.

Das Lego-Marketing hatte sich hierzulande in den vergangenen Tagen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der Konzern hatte dem Youtuber Thomas Panke alias "Held der Steine" Ende Januar ein Anwaltsschreiben zugeschickt, weil dessen Logo dem von Lego zu ähnlich sei. Deutschlandchef Frédéric Lehmann sah sich wenig später zu einer Entschuldigung gezwungen. Panke selbst äußerte sich Tage später im Interview mit HORIZONT Online: "Ich verstehe einfach nicht, welches Ziel Lego mit dieser Aktion hatte." ron
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