"Angriff auf unser Vermarktungsgeschäft"

Was Publisher Apple in Sachen Anti-Tracking-Offensive vorwerfen

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Apple steht für Datenschutz: So wirbt der Konzern in Videospots für die App Tracking Transparency
© Apple / Screenshot
Apple steht für Datenschutz: So wirbt der Konzern in Videospots für die App Tracking Transparency
Apples Anti-Tracking-Offensive kostet auch die deutschen App-Anbieter viel Werbegeld. Die Publisher werfen dem Digitalriesen vor, von seinen eigenen Datenschutzregeln zu profitieren. Zwar bietet Apple für die Werbeerfolgsmessung ein eigenes Netzwerk an - es ist aber nur ein schwacher Ersatz für die bisherige Tracking-Lösung.
Die Werbebranche hatte es befürchtet, und es ist so gekommen: Apples Anti-Tracking-Offensive sorgt weltweit für massive Einbrüche im mobilen Geschäft. Zahlreiche Digitalkonzerne melden in den jüngsten Quartalsberichten entgangene Umsätze bei der Werbevermarktung ihrer Apps: Meta für Facebook und Instagram, Google für Youtube, darüber hinaus Snap und Twitter. Nach einer Analyse der Financial Times haben die großen Plattformen von Juli bis September zusammen fast 10 Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen verloren. Besonders betroffen ist Snapchat, das komplett von der mobilen Werbevermarktung abhängig ist. Die Betreiberfirma Snap verzeichnet zwar für das 3. Quartal ein Umsatzplus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erwartungen lagen aber deutlich höher, was die Aktie direkt um 25 Prozent auf Talfahrt schickte. „Wir haben definitiv die Folgen für unsere Werbepartner unterschätzt", sagte Snap-CEO Evan Spiegel.

Sieben Monate ist es nun her, dass Apple unter Berufung auf einen verbesserten Datenschutz das Framework App Tracking Transparency (ATT) eingeführt hat.

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