AMP for E-Mails

Google bringt AMP-Format in seine E-Mails und macht sie interaktiver

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Gmail-Nutzer werden künftig interaktivere Mails zu Gesicht bekommen
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Gmail-Nutzer werden künftig interaktivere Mails zu Gesicht bekommen
Nach der Ankündigung hat es zwar ein Jahr gedauert, jetzt allerdings integriert Google sein in Publisher-Kreisen bereits bekanntes AMP-Format auch in sein Mail-Angebot. Mit dem neuen Tool sollen Gmail-Nutzer ab sofort interaktivere Mails erhalten. Zum Start sind unter anderem Booking.com und Pinterest mit dabei.
Gmail-Nutzer, die bislang in einer Mail auf einen Link geklickt haben, wurden auf die Seite des jeweiligen Anbieters weitergeleitet - etwa um eine Reise zu buchen oder um sich für eine Veranstaltung anzumelden. Diese Umstände will Google mit dem Feature AMP for E-Mails nun vermeiden, indem künftig alle weiteren Schritte innerhalb der Mail abgewickelt werden.


Heißt konkret: Unternehmen können ihre Google-Mails nun so gestalten, dass die Nutzer mit den Inhalten interagieren können und komplette Aufgaben innerhalb der Mail erledigen können. So lassen sich nun etwa in der Gmail Verabredungen bestätigen, Veranstaltungstickets buchen und Fragebögen ausfüllen - ohne, dass die Mail verlassen werden muss. Auch die Anbieter Yahoo Mail, Outlook und Mail.ru unterstützen das AMP-Format. Als erste Testkunden werden unter anderem Booking.com, Doodle und Pinterest das Feature verwenden.

Das AMP-Format (Accelerated Mobile Pages) ist vor allem in Publisherkreisen bekannt. Google startete das Feature vor vier Jahren mit ausgewählten Partnern. Dabei handelt es sich um für die mobile Nutzung optimierte Websites, die besonders schnell laden. AMPs werden in einer eigens entwickelten Version der Programmiersprache HTML gebaut und haben eine geringere Datenmenge als konventionelle mobile Websites. Google verspricht dadurch eine höhere Click-Through-Rate, die sich letztlich auch positiv auf die Werbevermarktung auswirkt. ron
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