Adobe-Studie

Unternehmen drängen auf größere Kontrolle über ihre Daten

Marken machen sich in diesem Jahr stark für eine größere Kontrolle über ihre Daten
© Fotolia / Tomasz Zajda
Marken machen sich in diesem Jahr stark für eine größere Kontrolle über ihre Daten
Wenn deutsche Marketing- und IT-Entscheider in diesem Jahr ein Ziel verfolgen, dann die Unabhängigkeit von den Walled Gardens. Zumindest geht das aus einer aktuellen Befragung im Auftrag von Adobe hervor. Kein anderes Thema hat demnach in den Marketing- und IT-Abteilungen aktuell eine hörere Priorität als die volle Kontrolle über die eigenen Daten zurückzuerlangen.
Unternehmen, so heißt es in der Untersuchung, würden 2019 vor allem darauf drängen, mehr Kontrolle über ihre eigenen Kundendaten zu gewinnen. Fast zwei Drittel der befragten IT-Experten haben sich demnach als oberstes Ziel gesetzt, ihre Datenerfassungsfunktionen zu verbessern und alle Informationen auf einer einzigen Plattform zu zentralisieren. Auch die Mehrheit der befragten Marketingentscheider setzt sich für eine effektivere Nutzung der vorhandenen Daten ein.


Das heißt auch, dass sich die Unternehmen unabhängiger machen wollen von den Datensilos der Walled Gardens. Laut der Adobe-Untersuchung geben die Unternehmen als Grund an, eine effektivere Segmentierung und Zielgruppenansprache zu erreichen, um ihre Kunden schließlich kanalübergreifend noch personalisierter ansprechen zu können. Auch der bessere Schutz der Privatsphäre spielt für die Unternehmen eine große Rolle.

Für die Untersuchung, die heute unter dem Namen "Digital Trends 2019" veröffentlicht wurde, hat das Marktforschungsinstitut Econsultancy im Auftrag von Adobe weltweit mehr als 13.000 Marketing-, Kreativ- und IT-Experten in Unternehmen befragt. "Die diesjährigen Digital Trends zeigen deutlich: Unternehmen wissen um die hohe Bedeutung der Datenkontrolle", sagt der neue Adobe-Deutschlandchef Christoph Kull. Der 42-Jährige hatte vor einem Monat als Vice President & Managing Director Central Europe bei Adobe angeheuert und damit die Vakanz geschlossen, die Anfang 2018 entstanden war, als sich der damalige Zentraleuropachef Stefan Ropers in Richtung Amadeus IT Group verabschiedete.


Die DSGVO sieht Kull in dieser Hinsicht als Chance und nicht als Risiko. "Unternehmen, die in relevante und transparente Kundenbeziehungen investieren, werden ihre Kunden stärker an sich binden, als je zuvor", so der Manager. Der Adobe-Befragung zufolge gibt fast ein Viertel der befragten Experten in Europa an, dass Datenschutzgesetze wie die DSGVO negative Auswirkungen auf ihr Geschäft hatten. ron
Themenseiten zu diesem Artikel:
stats