Admetrics

Wie die neue KI "Newton" Marketern unter die Arme greifen soll

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch
© Fotolia / the_lightwriter
Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch
Im Zuge der Digitalisierung stehen Unternehmen und vor allem deren Marketingverantwortliche vor einer großen Herausforderung: Wie die großen Datenberge sinnvoll auswerten und daraus neue Maßnahmen beziehungsweise Kampagnen ableiten? Ein Tech-Start-up aus Frankfurt am Main will in diesem Bereich Abhilfe schaffen und bringt heute die Künstliche Intelligenz (KI) mit dem namen "Newton" auf den Markt. Sie soll Marketern künftig bei der Datenanalyse zur Hand gehen.
Bei "Newton" handelt es sich um einen intelligenten Assistenten, der in der Lage sein soll, automatisiert große Mengen an Daten zu verarbeiten, unterschiedliche Optionen zu evaluieren und die Auswirkungen auf Kampagnenziele zu prognostizieren. So zumindest verspricht es das Start-up Admetrics, das das Tool künftig in der Branche anbieten will. Das Frankfurter Unternehmen glaubt, dass seine KI in Zeiten von Big Data und Daten-getriebenem Marketing unverzichtbar ist.


"Die Verfügbarkeit von Newton ist aus unserer Sicht ein Wendepunkt für das Marketing in vielen Unternehmen", sagt Markus Repetschnig, CEO und Co-Gründer von Admetrics und führt an: "Selbst ohne große Budgets und eigene Data-Science-Teams ist es jetzt für Marketingverantwortliche möglich, Kampagnen anhand zahlloser Experimente zu analysieren und dadurch kontinuierlich zu lernen." Repetschnig hatte Admetrics vor vier Jahren zusammen mit Thomas Einsporn gegründet.

„Selbst ohne große Budgets und eigene Data-Science-Teams ist es jetzt für Marketingverantwortliche möglich, Kampagnen anhand zahlloser Experimente zu analysieren und dadurch kontinuierlich zu lernen.“
Markus Repetschnig
Laut Repetschnig funktioniert "Newton" folgendermaßen: Die KI zerlegt Marketing-Daten automatisiert in  tausende Experimente und durchsucht diese ständig nach Risiken und Potenzialen. Die Technologie dahinter basiert auf der sogenannten Experimentation-Engine "Quantify", die Admetrics Anfang diesen Jahres als Teil seiner Plattform launchte. "Quantify" ist eine voll-automatisierte Lösung zur Durchführung und Auswertung von statistischen Marketing-Experimenten.


Beispiel: "Newton" kann etwa prognostizieren, welche Headline für ein Banner in einer bestimmten Zielgruppe am besten funktioniert. Dafür werden in Sekundenschnelle Tausende statistische Experimente durchgeführt. Am Ende des Prozesses liefert "Newton" konkrete, direkt umsetzbare Handlungsempfehlungen. Etwa: Für die Zielgruppe X funktioniert am besten das Werbemittel Y. Oder: Nimm Budget hier raus und steck es dort rein. Als eines der ersten Unternehmen testet Ebay derzeit das Tool. Die kontinuierliche Durchführung von Tests und die Automatisierung der Analyse ist derzeit noch mit einem hohem finanziellen und personellen Aufwand verbunden, weshalb Admetrics in dieser Nische einen Bedarf für eine automatisierte Lösung vermutet. Laut dem Marktforschungsunternehmen Forrester werden 60 bis 73 Prozent der Daten, die Unternehmen sammeln, aktuell nicht ausgewertet. Es fehlen oftmals schlicht die benötigten Fähigkeiten, diese zu verarbeiten, zu verstehen und Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Admetrics bietet für "Newton" speziell optimierte Modelle für Display und Programmatic Advertising, sowie auch für Social-Media-Plattformen wie Facebook an. Modelle für weitere Anwendungsfälle sind in Arbeit, teilt das Unternehmen mit. ron
stats