Channel

Shopping-Apps haben mit Online-Betrügern zu kämpfen
Photo Mix auf Pixabay
Adjust-Report

Shopping-Apps haben mit Adfraud zu kämpfen

Shopping-Apps haben mit Online-Betrügern zu kämpfen
Klickbetrüger haben es insbesondere auf Shopping-Apps abgesehen: Wie aus aktuellen Daten des Berliner Technologie-Unternehmens Adjust hervorgeht, verzeichnen diese Apps aktuell die höchsten Adfraud-Raten - und das über alle erhobenen Regionen hinweg. Der Grund ist simpel: Betrüger können bei Shopping-Apps besonders viel Geld ergaunern.
von Giuseppe Rondinella Montag, 24. Februar 2020
Alle Artikel
X
Adfraud verursacht im Digitalmarketing nach wie vor jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Experten gehen davon aus, dass durch diesen Betrug bei digitalen Anzeigen - einschließlich In-App-Werbung - im vergangenen Jahr ein Gesamtverlust von 42 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Und Besserung ist nicht in Sicht: Der Schaden soll bis 2023 auf 100 Milliarden US-Dollar ansteigen.


Einen Großteil dazu tragen laut Adjust Apps bei, mit denen Nutzer auf Shoppingtour gehen. Das Unternehmen hat erhoben, welche Branchen die höchsten Adfraud-Raten verzeichnen. Mit einer Fraud-Rate von 14 Prozent liegt der E-Commerce-Bereich dabei auf dem Spitzenplatz. Dahinter folgen Reise-Apps (13,1 Prozent), Finanz-Apps (9,8 Prozent) und Apps von sozialen Netzwerken (6,5 Prozent). Eher unbedenklich sind hingegen Fitness- und Gaming-Apps.

Die Häufigkeit des Klickbetrugs korreliert laut Adjust mit dem Cost-per-Install-Wert (CPI), also dem Wert, den ein Werbungtreibender für eine App-Installation zahlen muss. Logischerweise steigen die Fraud-Raten parallel mit dem CPI-Wert. Wo am meisten Geld zu holen ist, schlagen die Betrüger am liebsten zu. Währen der CPI-Wert bei E-Commerce-Apps bei 2,11 US-Dollar liegt, beträgt er bei Gaming-Apps lediglich 1,22 US-Dollar.


Adjust, das vor wenigen Tagen erst eine neue Automations-Lösung für Marketer vorgestellt hat, gehört zu den aufstrebendsten jungen Technologiefirmen. Im Sommer 2019 hatten die Berliner 
eine Riesen-Finanzierungsrunde hingelegt und insgesamt 227 Millionen US-Dollar eingesammeltDas frische Geld folgt auf eine starke Wachstumsphase des Unternehmens und soll vor allem die Expansion des Unternehmens in Asien vorantreiben. ron
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats