Wachstumstreiber Cloud

SAP baut sein Geschäft mit der Datenwolke weiter aus

Die SAP-Vorstände Luka Mucic (l.) und Bill McDermott
SAP
Die SAP-Vorstände Luka Mucic (l.) und Bill McDermott
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SAP setzt alles auf die Datenwolke. Damit die hauseigene Cloudsoftware weiter Wachstumstreiber im Konzern bleibt, haben die Walldorfer nun Erweiterungen für ihre Technologie vorgestellt. Und können sich einen Seitenhieb auf die Konkurrenz nicht ersparen.
So hat SAP gestern eine neue Software-Generation für seine Cloud-Plattform Hana vorgestellt. Diese sogenannte ERP-Software (Enterprise Resource Planning) ist quasi das Herzstück von SAP und wird von Unternehmen immer häufiger als Cloud-Anwendung zur Steuerung von Geschäftsprozessen verwendet. Das neue Release verspricht nun mehr Transparenz, Automatisierung und Effizienz. Das kündigten Führungskräfte gestern auf dem SAP Capital Markets Day an der New Yorker Börse an.

Und dabei sparte der Walldorfer Konzern nicht mit Buzzwörtern. Die ERP-Software der nächsten Generation, so heißt es in einer Mitteilung, würde darüber hinaus einen digitalen Assistenten und maschinelles Lernen bieten. Kunden seien so in der Lage, Geschäftsprozesse und -modelle rasch anzupassen und anhand von Echtzeitinformationen Entscheidungen zu treffen. SAP gehört neben Oracle oder Microsoft zu den größten ERP-Anbietern weltweit. Auch die Konkurrenten haben entsprechende Dienstleistungen im Portfolio. Einen Seitenhieb auf die Wettbewerber konnte sich Darren Roos, Präsident der Cloud-Sparte bei SAP, bei der Vorstellung der Neuerungen trotzdem nicht verkneifen: "Vor über vierzig Jahren hat SAP das ERP der ersten Generation erfunden. Als Marktführer entwickelten wir später zusammen mit anderen neuen Cloud-Anbietern die erste ERP-Cloud-Lösung. Während viele Cloud-Anbieter technisch dort stehengeblieben sind, hat SAP in das Cloud-ERP der nächsten Generation investiert."



Das Cloud-Geschäft hat für die Walldorfer derzeit höchste Priorität. Insgesamt soll die Software weiter Wachstumstreiber im Konzern bleiben und spätestens 2020 sogar fast jeden dritten Euro Umsatz liefern. Bisher ist es erst jeder siebte. 2016 wuchs das Cloud-Geschäft um 31 Prozent und macht inzwischen 13,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus. In diesem Jahr rechnet SAP bei der Mietsoftware aus dem Internet erneut mit einem Wachstum von gut einem Drittel.


Zum Ende des vergangenen Jahres verzeichnete SAP Medienberichten zufolge 5.400 Kunden für seine Cloud-Technologie. Mittlerweile sollen es 6.000 sein. ron
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