Vertwittert

Trump-Berater Elon Musk beklagt #MuslimBan - und löscht Post wieder

Tesla-Chef Elon Musk
© Heisenberg Media / flickr.com, Lizenz: CC-BY
Tesla-Chef Elon Musk
Da hat sich wohl jemand vertwittert: Tesla-Chef Elon Musk hat in mehreren Tweets den von US-Präsident Donald Trump geforderten Einreisestopp, von vielen auch #MuslimBan bezeichnet, kritisiert - und die Tweets wenig später prompt wieder gelöscht. Musk sitzt in zwei Beratungsgremien der Regierung.
In den Tweets schreibt Musk, dass der Einreisestopp gegen Menschen aus sieben Staaten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung "nicht richtig" ist (siehe unten). Er selbst spricht von einem Bann gegen Muslime - diese Bezeichnung ist nicht unumstritten. In einem dritten Tweet heißt es: "Die Regierung beschließt oft Dinge, mit denen viele Menschen nicht einverstanden sind. Das ist normal für eine funktionierende Demokratie." Die Postings hatte Musk Minuten später wieder gelöscht.
Diese Tweets von Elon Musk sind mittlerweile wieder gelöscht
© Twitter
Diese Tweets von Elon Musk sind mittlerweile wieder gelöscht
Brisant sind die Äußerungen deshalb, weil Elon Musk in gleich zwei Beratungsgremien der US-Regierung sitzt. Zwar hatte der Tesla-Chef schon vor einigen Wochen sein Unbehagen gegen den Einreisetopp bekannt gegeben, nicht jedoch mit solch klaren Worten. "Viele Menschen, die negativ von dieser Politik betroffen sind, sind starke Unterstützer der USA", twitterte Musk damals vorsichtig. Das Einreiseverbot für Staatsangehörige einiger überwiegend muslimischer Länder sei "nicht der beste Weg", um mit den Herausforderungen des Landes umzugehen.



Musk machte vor wenigen Wochen zudem Schlagzeilen, weil er trotz des Einreisestopps an seinem Sitz in den Beratungsgremien festhielt. Anders als beispielsweise Travis Kalanick. Der Uber-Chef zog als einer der ersten Konsequenzen und kündigte an, Trumps Beratungsgremium zu verlassen. Die "New York Times" und CNN zitierten aus einer Mail Kalanicks an seine Mitarbeiter. Darin heißt es, er habe am gleichen Tag mit Trump über dessen Einwanderungsbann sowie die Auswirkungen des Verbots gesprochen und den Präsidenten über seinen Rückzug informiert.

Musk hat sich übrigens zu seinen gelöschten Tweets geäußert - per Twitter. Die Postings seien Entwürfe von vor einigen Tagen gewesen, die nun versehentlich veröffentlicht wurden. 

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