VR, künstliche Intelligenz und Co

Deutsche Unternehmen wollen kräftig in neue Technologien investieren

Virtual-Reality-Gadgets wie Oculus Rift ziehen die Aufmerksamkeit vieler Unternehmen auf sich.
© Oculus
Virtual-Reality-Gadgets wie Oculus Rift ziehen die Aufmerksamkeit vieler Unternehmen auf sich.
Die Unternehmen in Deutschland stehen digitalen Technologien wie 3D-Druck, virtueller Realität oder künstlicher Intelligenz weitgehend positiv gegenüber. Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom hat demnach ergeben, dass 40 Prozent der Unternehmen ihre Investitionen in digitale Technologien noch in diesem Jahr steigern wollen, die Hälfte davon kräftig.

3D-Druck setzten zwar erst fünf Prozent der Unternehmen ein, heißt es vom Bitkom, 20 Prozent würden den Einsatz einer solchen Technologie aber planen oder diskutieren. Im produzierenden Gewerbe liege der Anteil der Nutzer von 3D-Druck bei 16 Prozent, 40 Prozent würden den Einsatz planen. Virtual Reality hinkt stattdessen ein wenig hinterher. Zwei Prozent der befragten Unternehmen nutzen bislang VR-Anwendungen, nur etwa jede neunte Firma prüft derzeit die Einsatzmöglichkeiten. Bei Cognitive Computing bzw. Verfahren der künstlichen Intelligenz liegt die Anwenderquote bei einem Prozent. Sieben Prozent der Befragten stehen vor der Einführung, heißt es. Befragt wurden die Unternehmen im September, die Ergebnisse wurden heute veröffentlicht.



Laut Umfrage wollen 40 Prozent der Unternehmen ihre Investitionen in digitale Technologien im Jahr 2016 steigern, die Hälfte davon kräftig. Bei 48 Prozent bleiben die IT-Investitionen unverändert und nur bei acht Prozent nehmen sie eher ab. "Wer zukunftsfähig sein will, muss seine Produkte und Dienste mit Blick auf eine zunehmend digitalisierte Welt anpassen", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. So will jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent), im Jahr 2016 gezielt in die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle investieren.

Damit die digitale Transformation auch gelingt, braucht es laut Bitkom eine feste Verankerung im Unternehmen, etwa durch eine eigene organisatorische Einheit. Doch nur etwa jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) gibt an, eine solche Einheit, die sich ausschließlich mit der Digitalisierung beschäftigt, gegründet zu haben. Bei großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind es dagegen schon 42 Prozent. Immerhin acht Prozent aller Unternehmen haben einen Chief Digital Officer (CDO) bzw. Leiter Digitalisierung, der nicht mit dem IT-Leiter oder CIO zu verwechseln ist. Bei den Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern sind es sogar 25 Prozent. ron (mit dpa-Material)


stats