Technologie

Store2be und MEC wollen stationäre Promotionaktionen messbar machen

Peter Gundel, Marlon Braumann, Emil Kabisch und Sven Wissebach (v.l.n.r.) bilden das Gründerteam von Store2be.
© Store2be
Peter Gundel, Marlon Braumann, Emil Kabisch und Sven Wissebach (v.l.n.r.) bilden das Gründerteam von Store2be.
Das Start-up Store2be, das über eine Online-Buchungsplattform stationäre Aktions- und Verkaufsflächen vermittelt, hat einen namhaften Partner an Land gezogen: Ab sofort arbeiten die Berliner mit der Agentur MEC zusammen, um eine Technologie weiterzuentwickeln, die die sogenannte Live-Kommunikation erstmals messbar machen soll.
Store2be hat sich mit seiner Technologie quasi als Schnittstelle zwischen dem Einzelhandel und den Onlineplattformen positioniert und vermittelt stationäre Aktionsflächen - etwa in Geschäften, Flughäfen und Kinos - an Werbungtreibende. Mit der eigens dafür entwickelten Plattform können Advertiser und Agenturen mit nur wenigen Klicks Hunderte Aktions- und Promotionflächen buchen.


Bislang war mit dieser sogenannten Live- oder auch Event-Kommunikation genannten Werbeform jedoch ein Problem verbunden: die mangelhafte Messbarkeit von Reichweite, Kontakten und Interaktionen. Was in der klassischen Werbung beispielsweise über den TKP längst etablierter Standard ist, war bisher bei Live-Kommunikation oftmals nicht möglich. Wirtschaftlich ließen sich die Maßnahmen daher nicht beziffern geschweige denn rechtfertigen.

Um das Problem aus der Welt zu schaffen, hat Store2be nun das Event Analytics Tool gestartet, mit dem das Start-up erstmals Live-Kommunikation messbar machen will. Als Partner konnten die Berliner zugleich die Agenturunit MEC Wavemaker mit ins Boot holen, die die Technologie nicht nur einsetzen, sondern zudem optimieren und weiterentwickeln will.


Mit Hilfe von WLAN-Sensoren erkennt die neue Technologie, wer sich an einem Promotions-Stand aufhält, wie lange die Person sich dort aufgehalten hat und wie viele Sichtkontakte sie hatte. Dabei kommunizieren WLAN-Sensoren am Stand mit den aktiven WLAN-Verbindungen der Smartphones der Besucher. Hierfür arbeitet store2be mit dem Berliner Unternehmen Minodes zusammen. Nach Angaben von Store2be lassen sich so Daten über Besucherströme, Kontakte, Interaktionen und Aufenthaltsdauer von Besuchern erheben.

"Agenturen und Marketer erwarten mehr als subjektive Promoterfeedbacks, verteilte Samples oder verkaufte Einheiten als KPIs zur Bewertung von Offline-Promotionmaßnahmen", so Marlon Braumann, CEO von Store2be. Braumann gründete das Unternehmen 2015 zusammen mit Sven Wissebach, Peter Gundel und Emil Kabisch aus dem Karlsruher Inkubator Cyberlab heraus. Einige Werbungtreibende und Agenturen konnten die Berliner bereits überzeugen, unter anderem Group M (MEC), Jazzunique und Pepperminds sowie Nestlé, Casio und Bahlsen.

Mit dem Geschäftsmodell hat Store2be auch Investoren auf sich aufmerksam gemacht. Die vier Gründer halten mit 78 Prozent zwar den Großteil der Unternehmensanteile, dennoch haben sich mit Project A, der WWM Verwaltungs-GmbH und Perikles Ventures bedeutende Geldgeber beteiligt. Die letzte Finanzierungsrunde wurde im Sommer 2016 in sechsstelliger Höhe abgeschlossen.

MEC hat das neue Tool Event Analytics nun seit einigen Monaten bereits im Einsatz gehabt, zum Beispiel auf dem Hamburger Hafengeburtstag sowie bei verschiedenen Promotion-Aktionen in Einkaufszentren und Bahnhöfen. "Wir konnten die Besucherströme, Interaktionen und Verweildauer der Konsumenten optimal messen und auswerten", teilt Mathias Lennartz, Director Sponsoring & Live Communication bei MEC Wavemaker mit. ron

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