Stunt auf der CES

Warum Chip-Riese Intel seine Drohnen Klavier spielen lässt

Intel überraschte die Zuschauer auf der CES in Las Vegas mit einem Drohnen-Stunt
© Screenshot Youtube
Intel überraschte die Zuschauer auf der CES in Las Vegas mit einem Drohnen-Stunt
Spätestens nach dem furiosen Super-Bowl-Auftritt mit Lady Gaga im vergangenen Jahr hat sich der Chiphersteller Intel in Sachen Drohnen-Technologie einen Namen gemacht. Zum Auftakt der Tech-Messe CES in Las Vegas ließ das US-Unternehmen wieder einmal seine kleinen Flieger für einen spektakulären Stunt in die Luft steigen - und ließ sie Klavier spielen.
Viele Super-Bowl-Zuschauer werden sich sicherlich noch an die legendäre Halbzeitshow von Lady Gaga im vergangenen Jahr erinnern, als 300 Drohnen in einem faszinierenden Formationsflug am Nachthimmel von Houston aufstiegen und hinter der Sängerin in Rot und Blau aufleuchteten. Die Technologie, die dabei zum Einsatz kam, hat Chip-Riese Intel nun in einer abgespeckteren Version erstmals auch als Indoor-Variante präsentiert.
Zum Auftakt der Intel-Keynote auf der Tech-Messe CES in Las Vegas zeigte sich das Unternehmen mit einer faszinierenden Drohnen-Showeinlage. Etwa ein Dutzend der kleinen Flieger tanzte über einem großen virtuellen Piano und ließ dabei eine Melodie erklingen. Anders als beim Lady-Gaga-Stunt, wo die Intel-Drohnen auch das Pepsi-Logo in den Nachthimmel zauberten, war diesmal keine Werbung integriert. Tatsächlich ging es dem Unternehmen wohl vor allem darum, zu zeigen, was die Flieger mittlerweile können.


Was genau hinter der Indoor-Technologie steckt, darüber hütet Intel den Mantel des Schweigens. Fest steht aber, dass eine Person allein die Armee von "Shooting Stars" - wie die Drohnen genannt werden - über eine zentrale Plattform steuert. Über GPS-Daten wird die Route jeder einzelnen Drohne im Vorfeld festgelegt. Wie Techcrunch berichtet, soll es möglich sein, weit mehr als "nur" ein Dutzend Drohnen über die Plattform zu steuern. Für den Chiphersteller ist das Drohnen-Spektakel auf der CES eine gelungene Ablenkung von den Negativ-Schlagzeilen der vergangenen Tage. Sicherheitsforscher hatten in Chips von Intel einen gravierenden Fehler entdeckt, der nach der Behebung zu einem spürbaren Performanceverlust bei Personal Computern mit einer Intel-CPU führen könnte. Durch den schwerwiegenden Designfehler können PC-Systeme gekapert werden.

Intel will binnen einer Woche Schutzmaßnahmen gegen die Sicherheitslücke in Computerchips für 90 Prozent seiner Prozessoren veröffentlichten. Das sagte Firmenchef Brian Krzanich am Montag auf der CES-Keynote. Für die restlichen Intel-Chips solle das Sicherheits-Update bis Ende des Monats herausgebracht werden. Intel habe keine Hinweise darauf, dass jemand mit Hilfe dieser Schwachstelle Nutzerdaten erbeutet haben könnte, bekräftigte er. Es sei nach wie vor wichtig, stets alle Aktualisierungen zu installieren, mahnte Krzanich. ron (mit dpa-Material)
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