PwC-Befragung

Tech-CEOs fürchten derzeit nichts so sehr wie Cybercrime

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IT-Managen sorgen sich derzeit vor allem um die Sicherheit ihrer IT-Systeme.
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IT-Managen sorgen sich derzeit vor allem um die Sicherheit ihrer IT-Systeme.
Die Tech-CEOs dieser Welt treibt derzeit vor allem das Thema Cybercrime um. Wie aus einer aktuellen Befragung der Beratungsfirma PwC hervorgeht, räumen sieben von zehn Unternehmen diesem Thema inzwischen die höchste Priorität ein. Die Branche blickt dennoch zuversichtlich auf die nächsten Monate.

Der Umfrage zufolge, für die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC 148 Vorstandschefs großer Technologieunternehmen weltweit befragt hat, fürchten sich 67 Prozent vor Sicherheitslecks in wichtigen IT-Systemen. Sie könnten das Vertrauen in ihre Industrie in den nächsten Jahren untergraben, heißt es. 63 Prozent der Befragten fürchten ähnliche Konsequenzen, sollten große Bestände schützenswerter Daten "gehackt" werden. Cybercrime stehe deshalb inzwischen ganz oben auf der Agenda der Unternehmen.



Die Ergebnisse würden zeigen, dass sich der Erfolg der Digitalisierung daran entscheidet, ob es der IT-Branche gelingt, nicht nur immer neue Technologien zu entwickeln, sondern diese auch möglichst sicher zu machen, sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC in Deutschland. Ballhaus nennt dies "Digital trust". "In der digitalen Welt erreichen viele Anwendungen eine Komplexität, die für den Normalverbraucher nur noch schwer zu begreifen ist. Darum werden in Zukunft vor allem jene Unternehmen erfolgreich sein, deren Technologien die Kunden vorbehaltlos vertrauen können", so Ballhaus. Wie viel für die Technologindustrie vom "Digital Trust" abhängt, erkenne man laut PwC daran, dass die Aussichten für die Branche eigentlich rosig sind – vorausgesetzt, sie bekommt das Cybercrime-Problem in den Griff. "Die Digitalisierung durchdringt nicht nur unseren Alltag, sondern erreicht momentan auch einen Industriezweig nach dem anderen, von den Banken über die Autohersteller bis hin zu Gesundheitswirtschaft", so Ballhaus. Hinzu kommt: Cloud-Computing wird immer mehr zum Standard und die nächsten Themen wie künstliche Intelligenz oder Augmented Reality sind bereits im Anmarsch. Kein Wunder also, dass viele Technologie-CEOs in der PwC-Umfrage vor Optimismus strotzen. 82 Prozent der Befragten sind "eher zuversichtlich" oder sogar "sehr zuversichtlich", was die Wachstumschancen der Branche in den kommenden zwölf Monaten angeht. Sogar noch größer ist das Vertrauen ins jeweils eigene Unternehmen. Hier sagten 87 Prozent aus, dass sie optimistisch in die nahe Zukunft blicken – und befragt nach den Aussichten für die kommenden drei Jahre, stieg die Quote sogar auf 91 Prozent. Dazu passt, dass drei von fünf Technologieunternehmen ihre Belegschaft ausbauen wollen. ron

 

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