Studie

Globale Wearables-Umsätze werden bis 2020 auf 18 Milliarden Dollar anwachsen

Apple könnte mit seiner Smartwatch vom wachsenden Wearable-Boom profitieren
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Apple könnte mit seiner Smartwatch vom wachsenden Wearable-Boom profitieren
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Bei den Herstellern von Wearables herrscht Goldgräberstimmung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Demnach wird sich der Umsatz mit Fitness-Armbändern, Smartwatches, vernetzter Sportkleidung und Bewegungs-Apps in Europa bis 2020 verdoppeln und ein Gesamtvolumen von 4 Milliarden US-Dollar erreichen.
Weltweit prognostizieren die Berater gar ein Volumen von 18 Milliarden Dollar. Wichtigster Treiber des Wearable-Trends ist der Wunsch der Konsumenten nach Produkten zur Selbstoptimierung. Dabei geht es neben der Erfassung von Trainingseinheiten zunehmend auch um die Erhebung gesundheitsbezogener Daten zu Aspekten wie Ernährung und Schlafqualität.


Neben bekannten Sportmarken wie Adidas, Nike und Under Armour sowie Geräteherstellern wie Polar, Garmin und Fitbit sind auch Konzerne wie Apple, Google und Samsung mit ihren Smartwatches im Markt für Wearables aktiv. Durch die umfassende Vernetzung der Geräte bieten vor allem diese Anbieter den Verbrauchern echte Mehrwerte, wie die Studie ergeben hat.

Vor allem für die Sportartikler wird dieser Aspekt zur Herausforderung: Laut den Ergebnissen von A.T. Kearney müssen sich Marken wie Adidas neu ausrichten und eine schlüssige Digitalstrategie entwickeln, um langfristig vom Boom profitieren zu können, wie Mirko Warschun, Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Europa bei dem Beratungsunternehmen, erklärt. Im Falle von Adidas bedeute das, sich auf etablierte Segmente wie Fußball und Running zu fokussieren und die erfassten Kundendaten zu kapitalisieren. So könnte man beispielsweise gemeinsam mit Health-Analytics-Experten maßgeschneiderte Trainings- oder Ernährungspläne entwickeln und den Nutzern so neue Anwendungsmöglichkeiten ihrer Wearables bieten.


Um sich bedeutende Marktanteile zu sichern, sollten die Sportartikel-Marken auch strategische Allianzen in Betracht ziehen - zum Beispiel mit Anbietern aus den zukunftsträchtigen Bereichen Augmented und Virtual Reality: "Wie wir am Erfolg von Pokémon Go sehen, haben immer mehr Menschen Spaß an immersiven Spielen", sagt Studien-Co-Autor Imran Dassu. "Mit seiner Marktposition im Profi-Fußball könnte Adidas zusammen mit Marken-starken Partnern wie Bayern München oder Manchester United in neue Dimensionen vordringen."

Einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Studie gibt es auf der Website von A.T. Kearney. tt
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