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Seat-Fahrer können künftig im Auto mit Alexa sprechen.
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Studie Deutsche Autofahrer wollen das Steuer an Künstliche Intelligenz abgeben

Seat-Fahrer können künftig im Auto mit Alexa sprechen.
Nichts ist den Deutschen bekanntlich heiliger als das Auto. Doch wenn es um die Verbesserung des Verkehrsflusses und um die Vermeidung von Unfällen geht, sind die Autofahrer hierzulande zumindest bereit, das Steuer abzugeben an eine Künstliche Intelligenz. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Digitalverbands Bitkom hervor.
von Giuseppe Rondinella, Montag, 12. Februar 2018
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    Demnach halten es sechs von zehn Bundesbürgern für sinnvoll, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz selbstfahrende Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Vor allem die Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren unterstützen an dieser Stelle den Einsatz der Technologie. Unter ihnen beträgt die Zustimmung 65 Prozent. Bei den Älteren ab 65 Jahre sind es mit 54 Prozent etwas weniger.

    "Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die unsere Wirtschaft und unseren Alltag grundlegend verändern wird. Gerade im Bereich der Mobilität bieten KI-Systeme herausragende Möglichkeiten, Fahrtzeiten zu verkürzen, Unfälle zu vermeiden und Umweltbelastungen zu reduzieren", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Für die laut Bitkom repräsentative Untersuchung wurden 1008 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt.
    Künstliche Intelligenz
    © Fotolia / peshkova

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    Weitaus größer fällt die Zustimmung aus, wenn Künstliche Intelligenz nur einen kleinen Part im Auto verantwortet - etwa die Routenplanung, wo die Technologie schon länger im Einsatz ist. Neun von zehn Deutschen halten das für sinnvoll. 86 Prozent gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz Ampelschaltungen optimieren oder Fahrspuren bei Bedarf sperren und freigeben soll, um innerstädtische Staus zu vermeiden. Ähnlich viele (87 Prozent) sehen Möglichkeiten zum Einsatz von KI zur Vermeidung von Leerfahrten bei Lkw, indem Angebot und Nachfrage analysiert und optimiert werden.

    Und weil der Einfluss Künstlicher Intelligenz im Automobilbereich immer größer wird, rüsten sich zahlreiche Hersteller weltweit, beispielsweise in Form von Partnerschaften mit Tech-Unternehmen. Eine der jüngsten Beispiele ist etwa BMW. Die Münchner hatten auf der Tech-Messe CES in Las vegas vor wenigen Wochen eine Kooperation mit dem chinesischen Internetriesen Alibaba verkündet, um Sprachassistenten enger mit dem Fahrzeug zu verknüpfen.

    BMW arbeitete dazu mit der Internet-of-Things (IoT)-Abteilung von Alibaba Cloud zusammen. Für Autofahrer träumt Alibaba von einer Zukunft, in der die Auto-Heizung an kalten Wintertagen per Sprachbefehl vom Wohnzimmer aus schon mal eingeschaltet wird, damit der Fahrer in ein warmes Auto steigt. Anders herum sei auch denkbar, dass beispielsweise der Kühlschrank oder die Waschmaschine aus dem Auto heraus gesteuert wird. ron

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