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High-Tech Gründerfonds geht mit 245 Millionen Euro in die dritte Runde

Drillisch investiert in Start-ups
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Drillisch investiert in Start-ups
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Tech-Start-ups aufgepasst: Der High-Tech Gründerfonds geht in die dritte Runde. Der Frühphaseninvestor, an dem neben öffentlichen Partnern wie dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und der KfW derzeit 26 Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft beteiligt sind, geht mit einem Volumen in Höhe von 245 Millionen Euro an den Start.
Mit der dritten Auflage des HTGF sollen jährlich voraussichtlich bis zu 40 Technologieunternehmen mit Hilfe einer Frühphasenfinanzierung unterstützt werden. Neben dem finanziellen Engagement steht der HTGF den Technologieunternehmen mit Expertise und umfangreichen Netzwerk, bestehend aus Fondsinvestoren, weiteren nationalen und internationalen Investoren, Experten, erfahrenen Managern, Mehrfachgründern sowie Scouts zur Seite. Die erste Auflage des Fonds im Jahr 2005 hatte ein Volumen von 272 Millionen Euro, bei der zweiten Auflage 2011 wurden 304 Millionen Euro investiert. 


Der Startschuss für die neue Runde fällt im Herbst 2017: Dann will der auf innovative Tech-Start-ups spezialisierte High-Tech Gründerfonds pro Unternehmen bis zu drei Millionen Euro, in Ausnahmefällen auch mehr Risikokapital locker machen. Das ist mehr als in den beiden ersten Finanzierungsrunden des Fonds. Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds, begründet das unter anderem mit dem deutlich vergrößerten Investorenkreis.

Neu dabei ist etwa Drillisch. Wieviel der Mobilfunk-Anbieter, der wie berichtet vor einer Übernahme durch United Internet steht, genau investiert, verrät der Konzern nicht. Roland Becker, Director New Business bei dem in Maintal ansässigen und TecDAX-Unternehmen, macht allerdings kein Geheimnis daraus, dass sich Drillisch von dem Engagement so einiges verspricht. "Über die Beteiligung am HTGF erhalten die Drillisch AG und ihre Tochterunternehmen Zugang zu ausgewählten Start-ups und deren neuesten Technologien. Aus diesen Partnerschaften wollen wir fortschrittliche Produkte für bestehende und neue Zielgruppen hervorbringen und uns innovativ gegenüber unseren Wettbewerbern differenzieren", so Becker, der sich vor allem zusätzliche Optionen bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder wie dem Internet der Dinge erhofft. Von Frankenberg ist zuversichtlich, dass die Rechnung des neuen Investors aufgeht. Er sehe "erhebliches Kooperationspotential" zwischen den Portfoliounternehmen und Drillisch - vor allem in den Bereichen neue Technologien, Kommunikationslösungen, Geschäftsmodelle und Kundenzugang im Telekommunikationsmarkt. mas 
Die Investoren des HTGF
Die Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW, das Fraunhofer-Gesellschaft e.V. sowie die Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Drillisch AG, EVONIK, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik und WACKER.


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