Speicherdienst

Dropbox will noch in diesem Jahr an die Börse

Dropbox-CEO Drew Houston
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Dropbox-CEO Drew Houston
Knapp ein Jahr nach Snaps furiosem Börsengang ist der nächste große Tech-IPO in Sicht: Einem Bloomberg-Bericht zufolge hat der Speicherdienst Dropbox die entsprechenden Unterlagen eingereicht und plant den Gang aufs Parkett in den ersten sechs Monaten 2018. Die letzte Firmenbewertung ist vier Jahre alt und lag damals bei zehn Milliarden US-Dollar.
Nachdem erst vor wenigen Tagen Spotify das IPO-Jahr 2018 mit einem vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung eingeläutet hatte, zieht nun offenbar Dropbox nach. Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Insider meldeten, hat der Datenspeicherdienst einen vertraulichen Antrag für einen Börsengang eingereicht.

Das Unternehmen um CEO Drew Houston will sich mit dem Gang aufs Parkett offensichtlich gegen die Konkurrenz von Schwergewichten wie Microsoft, Amazon und Google wappnen, die mit ihren Cloud-Diensten ebenfalls im Markt für Onlinespeicher aktiv sind. Dropbox zählt 500 Millionen Privatnutzer und 200.000 zahlende Firmen zu seinen Kunden. Auf den B2B-Bereich will sich Dropbox künftig besonders fokussieren.

Viele Experten rechnen damit, dass die Zahl der US-Börsengänge in diesem Jahr die aus 2017 übertreffen wird. Der weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit langem erwarteten Börsengang an. Auch andere Tech-Firmen der nächsten Generation wie Uber, Airbnb und Pinterest sind heiße Börsenkandidaten.

Das 2007 gegründete Unternehmen Dropbox hatte sich erst Ende vergangenen Jahres den größten Neuanstrich seit Bestehen der Marke verpasst und kommt seitdem mit einem bunteren Design daher. Das Rebranding solle vor allem das veränderte Nutzungsverhalten auf der Plattform wiederspiegeln, heißt es. Dropbox sei mehr als ein reiner Speicherdienst und entwickele sich zu einem eigenen Ökosystem für Business-Teams. Neben dem Logo, den Farben und der Typographie wurde auch das Interface-Design erneuert. ron

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