Search Ads

Apple legt mit Werbung in der App-Store-Suche einen guten Start hin

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Im App Store sind seit vier Wochen Search Ads schaltbar
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Im App Store sind seit vier Wochen Search Ads schaltbar
Vor vier Wochen hat Apple mit den sogenannten Search Ads zum ersten Mal ein Anzeigenformat für den App Store eingeführt. Erste Analysen zeigen, dass dieses Format für App-Vermarkter vielversprechend sein kann.

Seit dem 5. Oktober zeigt Apple mit Search Ads erstmals Anzeigen in den Suchergebnissen des App Stores. Welche Anzeigen die Nutzer zu sehen bekommen, hängt jeweils davon ab, welche Suchanfragen im App Store getätigt wurden. Vorteil für die Advertiser: Die Ads werden in einem Umfeld angezeigt, in dem der Nutzer ohnehin Bereitschaft für einen App-Download signalisiert. Die Bewerbung der eigenen App war bislang mühsam: Entwickler konnten nur mit einer App Store Optimiziation (ASO) zur Auffindbarkeit ihrer App beitragen. Bei über zwei Millionen Apps allein im Store von Apple ist das aber eine große Herausforderung.


Das Unternehmen AppsFlyer hat die Performance der Search Ads in den vergangenen vier Wochen analysiert und dabei 50 Apps, die im Oktober Search Ads für den US-Markt geschaltet haben, unter die Lupe genommen. Mit positiven Ergebnissen.

Laut AppsFlyer überzeugen die Search Ads vor allem mit sehr guten Retention-Werten. Deise treffen eine Aussage darüber, wie aktiv ein Kunde die App nach dem Download auch tatsächlich nutzt. Die Search Ads würden mit durchschnittlich sechs In-App-Aktivitäten pro Download im Retention-Vergleich leicht unter organischen, also nicht bezahlten Downloads liegen, und auf Platz vier unter den besten Media-Quellen. "Beachtlich für ein neues Format", teilt AppsFlyer mit. Im Laufe des ersten Monats nach der Einführung hätten App-Vermarkter ihre Ausgaben für Search Ads übrigens verdoppelt. Das ließe darauf schließen, dass die Performance den Erwartungen entspreche.

"Downloads bleiben im App-Marketing eine wichtige Messgröße", sagt Ben Jeger, Managing Director von Apps Flyer in der Dach-Region. "Doch Retention als Kennzahl wird wichtiger, da nur aktive Nutzer Umsatz bringen. Dass die Search Ads gute Retention-Werte zeigen, ist ein Indiz dafür, dass ihre Popularität steigen wird. App-Anbieter in Deutschland sollten die Suchanzeigen in ihre Weihnachtskampagnen einplanen, solange begehrte Keywords noch nicht allzu arg umkämpft sind."

Keywords sind der zentrale Schlüssel für den Erfolg von Search-Kampagnen. Deshalb ist es aus Sicht des Unternehmens notwendig, das Suchverhalten der Nutzer zu verstehen - etwa über Search Ads. Durch das Schalten dieses Formats erhalten App-Vermarkter nämlich Erkenntnisse darüber, welche Suchbegriffe häufig verwendet werden und zu guten Download-Raten führen. Wie wichtig die Keywords sind, zeigen auch die Ergebnisse von AppsFlyer: 34 Prozent der Nutzer sind über die Suche nach generischen Begriffen auf eine App gestoßen, 28 Prozent über den exakten App-Namen, 26 Prozent der Suchanfragen enthielten in Teilen den App-Namen und 12 Prozent kamen über die Suche nach Konkurrenz-Apps. Heißt: 72 Prozent der Suchanfragen, die in einen Download mündeten, enthielten nicht den vollständigen App-Namen. Die durchschnittliche Länge von Suchanfragen betrug 2,4 Wörter. ron

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