Roboterjournalismus

Berliner Start-up Retresco gewinnt World Summit Award der Vereinten Nationen

Alexander Siebert ist CEO von Retresco
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Alexander Siebert ist CEO von Retresco
Die Vereinten Nationen haben das deutsche Start-up Retresco beim World Summit Award (WSA) zum Gewinner in der Kategorie "Business & Commerce" gekürt. Das 2008 in Berlin gegründete Unternehmen unterstüzt Kunden unter anderem dabei, Texte vollautomatisch aus Daten zu erstellen und bestehende Inhalte zu relevanten Themenseiten zu bündeln. Vor allem die sogenannte rtr textengine konnte überzeugen.
Seit 15 Jahren prämieren die World Summit Awards die weltweit innovativsten und herausragendsten digitalen Lösungen mit einem positiven Nutzen für die Gesellschaft. Unterstützt wird die Initiative vom United Nations World Summit on the Information Society (WSIS). Alexander Siebert, Gründer und Geschäftsführer von Retresco, freut sich über die renommierte Auszeichnung: "Wir sind sehr stolz darauf, als Gewinner gekürt worden zu sein. Das ist ein Beweis dafür, dass unsere digitalen Technologien wichtig und wertvoll für unsere Gesellschaft sind."


Die von Retresco entwickelte rtr textengine ermöglicht das automatische Erstellen von Texten. Dank sogenannter Natural Language Generation (NLG) können Anwender vorhandene Daten nutzen und aus diesen datengetriebene Inhalte wie Management-Berichte, Produktbeschreibungen und redaktionelle Texte in hoher Stückzahl erzeugen. Eingesetzt wird sie beispielsweise bei der Sportberichterstattung.

Schon jetzt produziert Retresco automatisierte Spiel- und Nachberichte von der 1. und 2. Fußballbundesliga sowie von Amateurfußballspielen. Die Daten erhält das Unternehmen, an dem die dfv Mediengruppe beteiligt ist, über Schnittstellen zu externen Datenlieferanten, die dann ausgewertet und analysiert werden. Kaum pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab, ist der Bericht fertig. hor
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