Roborace

Wie die autonome Rennserie Tech- und Software-Firmen zum Motorsport locken will

So sieht das von Daniel Simon designte Fahrzeug aus
© Roborace
So sieht das von Daniel Simon designte Fahrzeug aus
Mit der Formel E gibt es bereits seit Herbst 2014 eine Plattform, um das Trendthema E-Mobilität im Motorsportkontext voranzutreiben. Nun folgt mit dem lange erwarteten Roborace auch der Startschuss für den autonomen Rennsport. Beim Mobile World Congress in Barcelona präsentierten die Macher am Montag offiziell das futuristisch designte KI-Fahrzeug - und machen keinen Hehl daraus, dass sie mit der neuen Serie vor allem Tech- und Software-Firmen anlocken wollen.

Für die Köpfe hinter Roborace - CEO Denis Sverdlov und Chefdesigner Daniel Simon - ist die Rennserie nicht weniger als eine Plattform für die weltbesten Ingenieure, um die Entwicklung der Software hinter selbstfahrenden Autos weiter voranzutreiben. "Damit machen wir einen weiteren großen Schritt in der Verbesserung der fahrerlosen Technologie", so Sverdlov in seiner Keynote zur Präsentation des Fahrzeugs in Barcelona. Roborace bietet daher eine offene KI-Plattform, die es Firmen erlaubt, ihre eigene Software für autonomes Fahres zu entwickeln und so die Grenzen der Technologie voranzutreiben.

CEO Denis Sverdlov, Designer Daniel Simon und Formel-E-Chef Alejandro Agag (v.l.) beim Launch-Event
© Roborace
CEO Denis Sverdlov, Designer Daniel Simon und Formel-E-Chef Alejandro Agag (v.l.) beim Launch-Event
Dabei ist die Serie als "competetion of intelligence" entworfen - das heißt, alle Teams werden äußerlich das gleiche Robocar verwenden. So soll sichergestellt werden, dass bei der Hardware Chancengleichheit herrscht und sich alle Bemühungen auf die Weiterentwicklung der Software konzentrieren. Das Hirn des Fahrzeugs bildet die KI-Technologie Drive PX 2 von Hersteller NVIDIA. Die Motoren und Akkus der elektrisch betriebenen Robocars liefert die britische Firma Charge, Michelin stellt die Reifen. Zu den Sponsoren der Serie gehören zudem Lego, Visa, DHL und Allianz. Designt hat die Karosserie der Deutsche Daniel Simon, Entwickler der futuristischen Fahrzeuge aus Hollywood-Filmen wie "Tron Legacy", "Oblivion" und "Captain America".


Bis dato hatte Roborace seine Demonstrationen mit einem noch funktionaler gestalteten Prototypen "Devbot" abgehalten - in der Regel im Rahmen der elektrischen Rennserie Formel E. Zuletzt geschah das beim E-Prix in Buenos Aires, wo ein Fahrzeug beim ersten autonomen Rennen überhaupt allerdings einen Unfall verursachte (siehe Video). fam 


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