Pilotprogramm

Delivery Hero startet Roboter-Lieferdienst in Europa

Delivery Hero liefert das Essen künftig mit diesem Lieferroboter
© Delivery Hero
Delivery Hero liefert das Essen künftig mit diesem Lieferroboter
Der Online-Bestelldienst Delivery Hero hat den Start eines europaweiten Pilotprogramms mit Lieferrobotern bekannt gegeben. Zusammen mit dem Start-up Starship Technologies, das bereits mit Media Markt Saturn und dem Pizzadienst Domino's zusammenarbeitet, soll nun eine Flotte autonomer Lieferroboter für die Essensauslieferung entwickelt werden.
Wie Delievery Hero mitteilt, ist das Pilotprogramm gestern in Hamburg mit dem Tochter-Unternehmen Foodora gestartet. Der Lieferdienst, der sich als Premium-Variante positioniert und vor allem wegen der pink gekleideten Fahrradkuriere aufgefallen ist, will durch den autonom fahrenden Roboter eigenen Angaben zufolge zur Reduzierung von Verkehr und Luftverschmutzung in den Städten beitragen.


"Wir sind immer auf der Suche nach innovativen Wegen, um die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen. Das Pilotprogramm mit Starship Technologies ist ein wirklich aufregender Schritt auf unserem Weg, unseren Kunden ein einmaliges Kundenerlebnis zu bieten bei gleichzeitig emissionsfreiem Lieferservice", so Delievery-Hero-CEO Niklas Östberg. Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge sollen die Bestellungen mit dem Lieferroboter innerhalb von 15 bis 30 Minuten beim Kunden sein. Eine speziell entwickelte Isolierung im Roboter sorgt dafür, dass die Speisen ihre Temperatur behalten.

Das Start-up Starship Technologies hat mit Delivery Hero einen weiteren namhaften Kunden gewonnen. Erst vor wenigen Wochen verkündete der Pizza-Lieferdienst Domino's, das autonom fahrende Gefährt einsetzen zu wollen und startete ebenfalls eine Testphase in Hamburg. Auch Media Markt setzt seit Herbst vergangenen Jahres auf den Lieferroboter, der zwar autonom fahren kann aber von Menschen überwacht wird, die jederzeit die Kontrolle übernehmen können. Gegründet wurde das Unternehmen Starship im Juli 2014 von den beiden Skype-Gründern Ahti Heinla und Janus Friis. Die Zentrale befindet sich in London, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Estland. Seit Januar gehört unter anderem Daimler zu den wichtigsten Geldgebern des jungen Unternehmens. Der Mercedes-Konzern beteiligte sich an einer insgesamt 16,2 Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde.


Zum neuen Kunden Delivery Hero sagt CEO Ahti Heinla: "Für uns ist die Partnerschaft mit Foodora ein spannendes neues Kapitel, noch mehr Verbrauchern eine bequeme und schnelle Lieferungen anzubieten. Wir sehen Lieferroboter als zentralen Bestandteil des modernen Lebens in naher Zukunft und wir arbeiten mit Eifer daran, unser Programm auf der ganzen Welt weiter voranzutreiben." ron
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