Patentanmeldung

Bei Amazon sollen künftig Roboter die Lagerhallen sauber halten

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In Amazon-Lagerhallen sollen offenbar bald Roboter für Ordnung sorgen.
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In Amazon-Lagerhallen sollen offenbar bald Roboter für Ordnung sorgen.
Bei Amazon fegt wohl bald nicht mehr der Lehrling, sondern ein Roboter. Zumindest hat das Unternehmen kürzlich ein Patent für einen Roboter eingereicht, der ähnlich wie ein Hausmeister Lagerhäuser reinigen könnte.
Im konkreten Fall geht es um ein Patent, das Amazon beim amerikanischen Patent- und Markenamt eingereicht hat. Dabei soll es sich um einen Roboter handeln, der mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet ist, die eine Ortung ermöglichen und mit Hilfe von Kameras heruntergefallene Pakete und genaue Inhalte von Regalfächern umrissartig erkennen.

Der Roboter soll mit Hilfe unterschiedlicher Werkzeuge ausgestattet werden können, die sich automatisiert wechseln lassen, und die abstauben, Bereiche reinigen oder den Boden wachsen können. Mit Hilfe eines Lichts kann der Roboter Hilfe holen, wenn er ohne menschliches Zutun nicht weiter kommt. Der Roboter kann nicht nur in Umfeldern wie Lagerhallen zum Einsatz kommen, in abgewandelter Form ist auch ein Einsatz im Privathaushalt denkbar.

Zusätzlich hat Amazon bereits in der Vergangenheit Technologien patentieren lassen, die die Zusammenarbeit von Robotern und Menschen im gleichen Bereich ermöglichen. Dazu stoppt der Roboter ab, wenn ihm der menschliche Mitarbeiter in die Quere kommt, um Unfälle zu vermeiden. Die Identifikation der Mitarbeiter erfolgt auf der Basis von RFID-Chips in der Kleidung der Mitarbeiter.
Roboter bei Amazon: Zahlreiche Sensoren und Kameras sollen den Robotern ihre Fähigkeiten geben.
© Amazon / US-Patent- und Markenamt
Roboter bei Amazon: Zahlreiche Sensoren und Kameras sollen den Robotern ihre Fähigkeiten geben.
Das Patent ist ein gutes Beispiel dafür, dass Amazon so weit wie möglich auf menschliche Arbeitskräfte für einfache Tätigkeiten verzichten will, beziehungsweise Tätigkeiten nur dann von Menschen erledigen lassen will, wenn Roboter diese nicht effizienter abarbeiten können. Arbeitskräfte werden allerdings auch dann noch gebraucht – schließlich müssen auch Roboter administriert und unterstützt werden.

Zudem kosten Roboter über ihren Funktionszyklus hinweg eine Menge Geld. Abgesehen davon muss man auch berücksichtigen, dass ein Patent noch nicht bedeutet, dass eine Erfindung auch in genau dieser Form zum Einsatz kommen wird. Amazon selbst hat jedenfalls erst Anfang des Jahres angekündigt, rund 2.000 Arbeitsplätze in Deutschland schaffen zu wollen. Auch  weltweit sollen rund 100.000 Jobs entstehen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de
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