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Drittgrößer Android-Smartphone-Hersteller der Welt will nach Europa

Oppo will nach Europa
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Oppo will nach Europa
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Nach Xiaomi will mit Oppo nun ein weiterer großer chinesischer Smartphone-Hersteller den europäischen Markt betreten. Die Nähe zu Oneplus dürfte dem Unternehmen beim Markteintritt helfen.

Oppo will zurück auf den europäischen Markt. Das kündigte Tony Chen, CEO des chinesischen Smartphone-Herstellers, im Zuge eines Qualcomm-Summits in China vor wenigen Tagen an. Für Oppo ist es eine Rückkehr auf den hiesigen Markt, denn das Unternehmen bot seine Geräte schon vor einigen Jahren hierzulande an.

Wie das Blog Gizmochina berichtet erklärte Chen, dass es es keine deutlichen Unterschiede zwischen dem chinesischen und europäischen Markt gebe. Entsprechend plane das Unternehmen, seine Produkte wieder in Europa verkaufen zu wollen. Außerdem sei die Expansion nach Japan geplant. Derzeit ist das Unternehmen unter anderem in Ägypten, Kenia, Malaysia, auf den Philippinen und Vietnam aktiv.

Auch wenn das Unternehmen den meisten in Europa weniger bekannt sein dürfte, besitzt Oppo einen massiven weltweiten Marktanteil. Zahlen des Marktforschungs-Unternehmens IDC zufolge ist Oppo nach Samsung, Apple und Huawei der viertgrößte Smartphone-Hersteller weltweit. Auf dem Android-Markt liegt das Unternehmen damit sogar auf Platz drei. Im dritten Quartal 2017 hat Oppo 30,7 Millionen Smartphones absetzen können. Huawei 39,1, Apple 46,7 und Samsung 83,3 Millionen Geräte.

Inwiefern die Expansion nach Europa vonstatten gehen wird, ist noch unklar. Es ist durchaus möglich, dass das Unternehmen eine ähnliche Strategie wählt wie der Kontrahent Xiaomi, der Europa Stück für Stück angeht. Es sollte in diesem Zusammenhang jedoch nicht vergessen werden, dass Oppo zum Elektronikriesen BBK Electronics gehört. Das Unternehmen vereint weitere Smartphone-Hersteller wie Vivo und – hierzulande besser bekannt – Oneplus unter sich. Es sei ferner zu erwähnen, dass Oneplus weitgehend eigenständig agiert, aber offenbar Zugriff auf die Forschungs- und Entwicklungsabteilung hat. Das zeigt sich unter anderem an der optischen Verwandtschaft des Oneplus 5T (Test) und dem Oppo R11s. Ferner nutzen die beiden Unternehmen die gleiche  Schnellladetechnologie - bei Oppo heißt sie VOOC, bei Oneplus wird sie als Dash-Charge vermarktet.

Es ist angesichts der Nähe der beiden Unternehmen durchaus naheliegend, dass Oppo auf die Erfahrungen und Infrastrukturen von Oneplus auf dem europäischen Markt zurückgreifen kann. Die Expansion könnte daher schneller als bei Xiaomi vonstatten gehen. Für Samsung und Apple könnte die Expansion künftig einen weiteren Verlust an Marktmacht bedeuten. Auf dem chinesischen Markt zeichnete sich diese Tendenz 2017 bereits ab: Während Samsungs Smartphone-Verkäufe stagnierten und Apple nur leicht zulegte, gewannen die chinesischen Hersteller wie Huawei, Oppo und Vivo kräftig an Marktanteilen hinzu.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de

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