Offizieller Start von Amazon Echo

Alexa liest HORIZONT-Nachrichten vor

Amazon Echo kostet hierzulande 180 Euro
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Amazon Echo kostet hierzulande 180 Euro
Knapp drei Monate dauerte die Beta-Verkaufsphase für Amazon Echo in Deutschland. Seit heute wird das Gerät ganz offiziell auf der Amazon-Website vertrieben. Echos digitale Sprachassistentin Alexa liest auch HORIZONT-Nachrichten vor.

Echo-Besitzer müssen künftig nicht mehr an den Rechner oder ihr Smartphone in Gang setzen, um an die wichtigsten Nachrichten aus Marketing, Werbung, Medien und Tech ranzukommen. Der Sprachbefehl "Alexa, meine tägliche Zusammenfassung von HORIZONT" genügt, und Alexa liest die wichtigsten Kurznachrichten vor. HORIZONT ist das erste Fachkommunikationsmedium, das diesen Service anbietet. Mittlerweile sind vor allen Dingen zahlreiche deutsche und internationale Publikumsmedien mit einem sogenannten Skill auf Amazon Echo verfügbar.





Das "Radio on demand" ist eines von zahlreichen Anwendungsszenarien, das Amazon Smartassistent für Zuhause bietet.  Zum Service gehören Musik hören, Wetterprognosen, Nachrichten, Sportergebnisse, Einkäufe bei Amazon und anderen Händlern, Lampen an- und ausschalten, Taxi-Bestellung und einiges mehr.

In den USA wurde Amazon Echo vor knapp zwei Jahren eingeführt und hat sich seitdem zu einem Topseller entwickelt. Schätzungsweise drei Millionen Geräte wurden in den USA verkauft. In Deutschland war das Gerät ab Ende Oktober erhältlich, aber nur per Einladung durch Amazon. Heute startet der offizielle Verkauf. 180 Euro kostet das Gerät, das aussieht wie ein harmloser Bluetooth-Lautsprecher.


Man kann gespannt sein, wie Amazon Echo in Deutschland ankommt. Und man muss kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass sich Alexa hierzulande schwerer tut als im Internet-Vorreiterland USA. Zum einen wegen der möglichen Diskussionen über Datenschutz und Privatsphäre: Sobald das Gerät das Wort „Alexa“ hört, schaltet es in den AUfnamemodus. Die Daten werden in der Amazon Cloud analysiert. Deutsche Verbraucherschützer warnen deshalb vor der Nutzung.  Es wird interessant sein, festzustellen, ob die Furcht vor Datenmissbrauch größer ist als der versprochene Nutzen (Musik hören, Wetter, Nachrichten, Sportergebnisse, Einkäufe bei Amazon und anderen Händlern, Lampen an- und ausschalten).

Ein weiterer Punkt: Inzwischen haben auch Amazon-Konkurrenten mitbekommen, dass sprachgesteuerte Interfaces möglicherweise die nächste Stufe der Digitalrevolution sind. So wird Google noch in diesem Jahr das Amazon-Konkurrenzprodukt Google Home in Deutschland einführen. Und auch Microsoft (Cortana) und Apple (Siri) sind dabei, ihre Sprachassistenten gehörig aufzurüsten.

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