Offener Brief auf Facebook

Bloomy Days muss Insolvenz anmelden

Dem Team von Bloomy Days steht eine ungewisse Zukunft bevor
Bloomy Days
Dem Team von Bloomy Days steht eine ungewisse Zukunft bevor
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"Heute ist ein sehr trauriger Tag" - mit diesen Worten eröffnet Bloomy-Days-Gründerin Franziska von Hardenberg den offenen Brief auf Facebook, in dem sie die Insolvenz ihres Unternehmens bekanntgab. Zuvor sei eine Finanzierungsrunde gescheitert. Wie es nun für das Start-up und seine Mitarbeiter weitergeht, steht noch in den Sternen, erklärt die Gründerin. 
In dem Brief erzählt sie von ihren großen Träumen und Visionen, den Blumenhandel in Deutschland zu revolutionieren. Im Frühjahr 2012 fing alles an und von Hardenberg gründete Bloomy Days: Ein Webshop, der das "weltweit erste flexible Blumenangebot" anbietet und Sträuße kostenfrei einzeln oder im Abonnement nach Deutschland und Österreich liefert. Von Hardenberg ist überzeugt, dass sie den richtigen Ansatz verfolgte - "aber vielleicht etwas zu früh", schreibt sie in dem offenen Brief.


Die Finanzierungsrunde sei kurzfristig gescheitert und der Gründerin war es nicht möglich, eine alternative Finanzierung zu sichern, gibt sie bekannt. Die letzte Finanzierungsrunde kündigte von Hardenberg im März 2015 an und noch Anfang dieses Jahres sprach sie in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel davon, dass Bloomy Days kurz davor stünde, profitabel zu werden. In ihrem offenen Breif erzählt sie nun von von viel investiertem Herzblut und Kundenzuspruch und zeigt sich enttäuscht, dass dies nicht dazu reichte, die Finanzierung zu sichern. Obwohl auch große Unternehmen wie L'Oréal und Escada die Blumengrüße per Post für ihr Marketing genutzt haben. Trotz allem spricht von Hardenberg davon, dass ihr Start-up vorerst gescheitert ist. Die Gründerin und ihre Mitarbeiter starten jetzt die Restrukturierung und suchen nach einer Lösung, kündigt sie im offenen Brief an.

Auch, dass von Hardenberg die Hoffnung nicht aufgibt, stellt sie klar: "Unser Company-Statement 'A ship is safe in harbour, but that's not what it's built for', ist vermutlich heute treffender denn je. Wir wollten die sieben Weltmeere, haben uns voller Enthusiasmus, Energie und Vertrauen auf große Fahrt begeben, wir haben Unglaubliches erlebt, uns nie vor unsicheren Gewässern gescheut und sind jetzt dabei das Leck an Bord mit allen Kräften zu stopfen. Ob uns das gelingt, steht in den Sternen, aber wir geben die Hoffnung nicht auf, denn das haben wir noch nie". bre

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