Advertising Cloud

Adobe launcht in Las Vegas neue globale Werbeplattform

Die Adobe-Zentrale in San Jose, Kalifornien
© EPA/John G. Mabanglo
Die Adobe-Zentrale in San Jose, Kalifornien
Wer sich noch nicht ganz sicher war, welche Rolle Unternehmen wie Adobe in der traditionellen Vermarktungs- und Agenturlandschaft spielen wollen, der bekommt jetzt eine Antwort. Auf dem jährlich in Las Vegas stattfindenden Adobe Summit hat das Unternehmen, das bislang vor allem mit seiner Marketing Cloud tiefe Einblicke in das Verhalten von Kunden verspricht, eine neue Wolke in die Branche geblasen: die Adobe Advertising Cloud. Die neue Werbeplattform soll sowohl Media-Planung als auch -Einkauf über alle vernetzten Endgeräte hinweg ermöglichen.

Mit dem neuen Angebot kombiniert das Software-Unternehmen den bereits bestehenden Adobe Media Optimizer mit der im Dezember vergangenen Jahres erworbenen Videotechnik des Adtech-Unternehmens Tube Mogul und will damit - so das Versprechen - die Bereitstellung von Video-, Display- und Suchmaschinenwerbung über alle Kanäle und Bildschirme hinweg vereinfachen. Laut Adobe managt die neue Plattform bereits rund 3,5 Milliarden US-Dollar an jährlichen Werbeausgaben für über 1000 Kunden weltweit, darunter Ford, Johnson & Johnson, L’Oréal, MGM und Kraft.



"Mit der Adobe Advertising Cloud können Unternehmen die gesamte Werbeplanung und den Werbeeinkauf auf einer einzigen sicheren Plattform zentralisieren und erhalten dabei die volle Transparenz darüber, wo ihre Anzeigen erscheinen und was sie zum Geschäftserfolg beitragen", sagt Brett Wilson, Vizepräsident und General Manager Advertising bei Adobe - und stapelt nicht gerade tief: "Wir überbrücken seit langem die bestehenden Media Gaps – nicht nur zwischen TV und Digital, sondern auch zwischen Brand- und Performance Advertising."

Bezug nimmt Wilson dabei unter anderem auf den aktuellem Adobe Digital Insights Advertising Report, dem zufolge knapp jeder zweite weltweite Marketer (47 Prozent) der festen Überzeugung ist, dass vor allem das Fehlen einer integrierten Lösung für den Data- und Media-Einkauf zu den größten Effizienzbremsen im Tagesgeschäft gehört. Mit der Adobe Advertising Cloud sollen sich Werbekunden in dieser Landschaft besser zurechtfinden.


So lockt das neue Angebot mit einer Cross-Channel-Planung und einer geräteübergreifenden Werbeaktivierung. Das heißt: Laut Adobe können Vermarkter einzelne Zielgruppen künftig ganz einfach über alle Screens hinweg erreichen, bei bestmöglicher Kosteneffizienz versteht sich. Ersten Tests der neuen Plattform zufolge lagen die Match-Rates, also der Prozentsatz eines Zielgruppen-Segments, den ein Werbetreibender mit seinen Anzeigen tatsächlich erreichen kann, bei über 90 Prozent. Doppelt so hoch, wie branchenweit üblich. kan

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