Mikrowellen-Technologie

So will Asics individuelle Schuhsohlen in 15 Sekunden produzieren

Asics will mit Mikrowellen-Strahlung Materialien zusammenschmelzen.
© Asics
Asics will mit Mikrowellen-Strahlung Materialien zusammenschmelzen.
Die beiden Sportartikler Adidas und Nike haben in Sachen High-Tech-Schuhe bereits vorgelegt - jetzt zieht Asics nach und präsentiert einen neuen Ansatz für den Herstellungsprozess. Das Unternehmen will mit Mikrowellen-Technologie nun individuelle Schuhsohlen in Sekundenschnelle drucken - und damit die In-store-experience revolutionieren.
Bei der in Taiwan entwickelten Technologie wird Mikrowellen-Strahlung eingesetzt, um verschiedene Materialien in nur 15 Sekunden zu einer individuellen Schuhsohle zusammenzuschmelzen, die je nach Wunsch aus unterschiedlichen Farben bestehen kann. Außerdem brüstet sich Asics damit, dass dieser Herstellungsprozess besonders nachhaltig sei und die Umwelt schone. In einem Youtube-Video (unten) gibt Asics einen kurzen Einblick in die Technologie, betont jedoch in einer Mitteilung, dass sie noch in einer Testphase stecke.
Wenn alles nach Plan läuft, soll die Technologie aber schon bald an ausgewählten Point of Sales zu finden sein, berichtet Techcrunch. Kunden sollen sich dann im Kaufhaus ihr individuelles Schuhdesign wählen und innerhalb von nur 15 Sekunden in den Händen halten können. Asics verspricht sich davon nicht weniger als eine Revolution der In-store-experience, die vor allem Fitness-Enthusiasten und Mode-interessierte Käufer anlocken soll.


Ein ähnliches Customization-Angebot bietet übrigens auch Adidas in seinem Flagship-Store in New York an. Die Herzogenauracher versuchen sich schon seit einiger Zeit mit der Verschmelzung von Sportmode und Tech und hatten vor etwa einem Jahr Sportschuhe vorgestellt, die von einem 3D-Drucker individuell produziert werden und darüber hinaus überraschend modisch daherkommen.

Nike hatte ebenfalls vor einem Jahr - in Anlehnung an das Kultobjekt aus "Zurück in die Zukunft II" - einen selbstschnürenden Schuh gelauncht, den Nike Mag. Der Schuh, von dem seit den späten Achtzigern Generationen an Fans träumen, brachte der Sportartikler tatsächlich auf den Markt - gemeinsam mit der Stiftung des an Parkinson erkrankten Hauptdarstellers Michael J. Fox und in einer auf 89 Stück limitierten Auflage. ron
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