Lovoo, Babbel & Co

Diese Apps generieren in Deutschland am meisten Umsatz

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Apps haben mittlerweile eine Schlüsselrolle in der Banken-, Medien-, Reise- oder Dating-Branche eingenommen. Doch wie gut funktioniert die Vermarktung und Umsatzgenerierung der verschiedenen App-Anbieter eigentlich? Dieser Frage ist das Analyse-Unternehmen App Annie auf den Grund gegangen und hat die beliebtesten Applikationen auf diese Faktoren hin untersucht. Flirt-Portale schneiden dabei am besten ab.

Unter den beliebtesten Apps in Deutschland generierte von Januar bis September diesen Jahres Lovoo den größten Umsatz, so die Auswertung. Konkrete Zahlen werden jedoch nicht genannt. Eigenen Angaben zufolge soll Lovoo zuletzt aber innerhalb eines Jahres 27,2 Millionen Euro Umsatz erzielt haben. Das Dating-Portal wurde im September für 70 Millionen Dollar vom US-Konzern The Meet Group übernommen, hat 97 fest angestellte Mitarbeiter in Dresden und Berlin und zählt rund 1,9 Millionen täglich aktive Nutzer, jeden Tag kommen 47.000 neue hinzu.



Hinter Lovoo reiht sich auf Platz 2 mit Tinder eine weitere Dating-App ein. In den Top 10 finden sich darüber hinaus Netflix, Babbel, Spotify, Bild, Google Drive, Komoot und Deezer. Spiele-Apps wurden für die Auswertung nicht berücksichtigt.

Das Freemium-Modell – eine Kombination aus kostenfreier und bezahlter Nutzung – ist bei den App-Anbietern der Auswertung zufolge die beliebteste Vermarktungsstrategie und kommt beispielsweise bei Lovoo und Bild zum Einsatz. 58 Prozent der Befragten, die aus ihren Apps Umsatz generieren, gaben an, dieses Modell zu nutzen. Dabei jonglieren die App-Publisher mit einer variantenreichen Auswahl von Freemium-Techniken: eingeschränkte Funktionalitäten, Anzeigen-finanzierte Downloads oder kostenlose Testzeiträume, die vor allem bei Medienplattformen beliebt sind.


Bei der Betrachtung der Monetisierungsmethoden werden In-App-Käufe (IAP) und In-App-Anzeigen vorherrschend eingesetzt. Danach folgen bezahlte Downloads. Dabei zeichnet sich jedoch ab, dass die direkt bezahlten Downloads in Zukunft abnehmen und Abonnenten-Modelle und M-Commerce zunehmen werden, so die Experten von App Annie. Bei Spitzenreiter Lovoo kommt knapp die Hälfte aus Abo-Zahlungen, 24 Prozent aus In-App-Käufen und 28 Prozent sind Werbeeinnahmen. ron

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