Konter aus China

Linglong Dingdong soll Amazon Echo und Google Home angreifen

Der Linglong Dingdong aus China
© JD.com
Der Linglong Dingdong aus China
Klingt komisch, soll aber Amazon Echo und Google Home Konkurrenz machen: Die smarte Box Linglong Dingdong macht sich auf, den milliardenschweren chinesischen Markt zu erobern.
Linglong Dingdong ist eine cloudbasierte smarte Lautsprecherbox, die sich per Sprache steuern lässt und auf Kommando etwa das Wetter, Nachrichten oder Aktieninfos ansagt. Das Gerät ist rund 1.350 Gramm schwer, gut 24 Zentimeter hoch und erinnert vom Äußeren her deutlich an Amazon Echo (Test) – auch wenn es unten eckig und nur oben rund ist. Linglong Dingdong kostet umgerechnet rund 109 Euro. Anders als Echo beherrscht die Box aus China die Landessprachen Mandarin und Kantonesisch.


Allerdings, so räumt Linglong-Marketingchef Charlie Liu ein, ist Amazon Echo, was die Funktionen angeht, der chinesischen Version noch meilenweit voraus. Statt über 4.000 wie Echo verfüge Linglong Dingdong über lediglich zehn Funktionen. Zudem habe das Gerät noch einige Probleme beim Verbinden mit dem WLAN. Chinesische Nutzer würden Linglong Dingdong vor allem zum Hören der rund drei Millionen Songs umfassenden Musikbibliothek nutzen.
Erinnert an Amazon Echo: Die smarte Box Linglong Dingdong aus China.
© Beijing Linglong, via Wired
Erinnert an Amazon Echo: Die smarte Box Linglong Dingdong aus China.
Allerdings, so räumt Linglong-Marketingchef Charlie Liu ein, ist Amazon Echo, was die Funktionen angeht, der chinesischen Version noch meilenweit voraus. Statt über 4.000 wie Echo verfüge Linglong Dingdong über lediglich zehn Funktionen. Zudem habe das Gerät noch einige Probleme beim Verbinden mit dem WLAN. Chinesische Nutzer würden Linglong Dingdong vor allem zum Hören der rund drei Millionen Songs umfassenden Musikbibliothek nutzen.

Der große Vorteil der smarten Box aus China gegenüber den US-Konkurrenten ist das Beherrschen der chinesischen Sprache(n). Weil allein die beiden Hauptsprachen Mandarin und Kantonesisch so kompliziert sind, müssen sich die Kunden zwischen zwei entsprechenden Versionen entscheiden. Für Amazon könnte die Box daher eine Möglichkeit sein, über eine Kooperation den restriktiven chinesischen Markt zu erobern. Der Smart-Home-Markt etwa soll laut einer Studie im Jahr 2018 schon 22,8 Milliarden US-Dollar schwer sein.


Die smarte Box, die übrigens auf den Weckruf „Ding Dong Ding Dong“ reagiert, wurde von dem chinesischen Unternehmen Beijing Linglong entwickelt, einem Joint-Venture des chinesischen Onlinehandelsriesen und Amazon-Rivalen JD.com und dem Spracherkennungsspezialisten iFlytek. Das Gerät gibt es in den Farben rot, weiß und schwarz. Ob man die Box irgendwann in Deutschland kaufen kann, ist fraglich.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de
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