Kampf dem Clickbait

So geht Snapchat dagegen vor

Snapchat kämpft gegen Clickbait
© Snapchat
Snapchat kämpft gegen Clickbait
Snapchat will, dass Nachrichten in seinem Discover-Kanal ohne Clickbait-Titel und Fake-News auskommen. Dafür sollen neue Richtlinien für Publisher sorgen.
Als Clickbait werden in der Medienwelt etwa reißerische Titel bezeichnet, mit denen Leser auf eine Webseite gelockt werden sollen. Die dahinter stehenden Artikel oder Fotoklickstrecken sind dann meist weniger spektakulär als versprochen. Die Leser fühlen sich verschaukelt. Das Clickbait-Phänomen, das insbesondere bei sozialen Netzwerken wie Facebook gern eingesetzt wird, soll auf Snapchat Discover keinen Platz haben. Um das zu garantieren, hat Snapchat seine Richtlinien für Publisher verschärft.


Der Anfang 2015 gelaunchte News-Kanal des beliebten Messengers war ohnehin von Beginn an so konzipiert, dass Qualität vor Quantität stehen sollte. Die Nachrichten sollten redaktionell betreut sein und nur einmal alle 24 Stunden ausgetauscht werden. Einige Branchenbeobachter sahen darin schon die Zukunft der Nachrichten. Jetzt soll es Publishern unter anderem verboten werden, irreführende Bilder zu posten, um Leser zum Klicken zu verführen. Auch Fake-News soll ein Riegel vorgeschoben werden, wie die New York Times berichtet. Alle Inhalte, so fordern es die neuen Snapchat-Discover-Regeln, müssen auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft und zutreffend sein.

Im Februar will Snapchat seinen Medienpartnern zudem ein neues Tool zur Verfügung stellen, mit dem bestimmte Inhalte vor Kindern und Jugendlichen verborgen werden können. Die Publisher können dann bei jeder der veröffentlichten Storys einen entsprechenden Altersbereich eingeben. Mit den verschärften Richtlinien will Snapchat sich in puncto redaktionelle Inhalte noch einmal deutlich gegen die Social-Media-Konkurrenz wie Facebook und Twitter positionieren.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n 
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