Joko Winterscheidt, Kevin Spacey und Co

Jedes fünfte Start-up sieht bei Promi-Investoren Risiken

Kevin Spacey
© Bits & Pretzels
Kevin Spacey
Derzeit findet in München die Start-up-Konferenz "Bits & Pretzels" statt, auf der unter anderem Weltstars und Tech-Investoren wie Kevin Spacey und Richard Branson vor jungen Gründern sprechen. Viele Start-ups hätten gerne einen solchen Promi-Investor, einige sehen aber auch Risiken.

Einer aktuellen Bitkom-Auswertung zufolge geben hierzulande 55 Prozent der Start-ups an, sich einen prominenten Geldgeber und die entsprechenden Schlagzeilen für die eigene Idee zu wünschen. Der Verband befragte dafür 143 Gründer von IT- und Internet-Start-ups in Deutschland. Aber längst nicht jedem Gründer wäre die damit verbundene Aufmerksamkeit recht. Jedes fünfte Start-up (22 Prozent) sieht bei einem prominenten Geldgeber wie Spacey das Problem, dass dieser zu sehr vom eigentlichen Produkt ablenkt. Andere bekannte Investoren sind etwa Ex-HSV-Profi Marcell Jansen, Joko Winterscheidt (GoButler) oder der Bayern-Verteidiger Philipp Lahm, der unter anderem Geld in ein Payback-Programm für Fans gesteckt hatte.

Weitgehend einig sind sich die Start-ups darin, dass nicht die Bekanntheit des Investors entscheidend ist, sondern die Frage, ob er zum eigenen Produkt passt. Neun von zehn Gründern (87 Prozent) geben das an. "Die Bekanntheit eines prominenten Investors kann einem Start-up zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren. Allerdings sollte das nicht der einzige Grund zur Zusammenarbeit sein. Investor und Start-up müssen zusammen passen", sagt Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp.


Nach wie vor stellt die Finanzierung für viele Start-ups eine große Herausforderung dar. 55 Prozent der Gründer geben an, dass die schwierige Finanzierungsituation hierzulande für sie ein entscheidendes Hemmnis ist. Veltkamp: "In Deutschland müssen mehr Anreize für Investments in Start-ups geschaffen werden. Prominente Investoren können als Vorbild dienen und dabei helfen, dem Thema öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen." ron


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