Investition

BMW steigt bei Start-up Bus.com ein

Bus.com vermietet Busse für Events und Unternehmen
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Bus.com vermietet Busse für Events und Unternehmen
BMW i Ventures, der Investmentarm des Autoherstellers, ist bei Bus.com eingestiegen. In das kanadische Start-up, das Busse für Events und Unternehmen vermietet, stecken die Münchner zusammen mit der US-Firma Jackson Square Ventures insgesamt fünf Millionen Euro. Es ist nicht das erste große Investment von BMW in Übersee.
Das Start-up Bus.com, welches früher unter dem Namen Sharethebus aktiv war, organisiert Busfahrten zu großen Events wie Festivals oder Fußballspielen und kann von Unternehmen für Ausflüge gebucht werden. Der Deutsche Wolf Kohlberg gründete die Firma vor zwei Jahren in Montreal, nachdem er für seine Freunde Busfahrten zu den Auswärtsspielen ihrer Lieblingsfußballmannschaft organisieren wollte - dabei aber auf zahlreiche Hürden stieß. Zusammen mit dem Designer und Entwickler Kyle Boulay beschloss Kohlberg schließlich, die Bus-Vermietung zu vereinfachen.



Bei Bus.com können Nutzer Busse vergleichsweise simpel über eine Online-Plattform mieten. Und die Dienstleistung scheint sich offensichtlich großer Beliebtheit zu erfreuen. Das Start-up arbeitet nicht nur mit einigen Bus-Unternehmen zusammen, die über Bus.com ungenutztes Inventar loswerden. Es erhält auch von einigen Investmentfirmen finanzielle Unterstützung. Neben den erwähnten Unternehmen BMW i Ventures und Jackson Square Ventures sind unter anderem die beiden kanadischen Firmen Real Ventures und Founder Fuel sowie der amerikanische Y Combinator, das Gründerzentrum im kalifornischen Mountain View, beteiligt. Für BMW ist es nicht das erste große Investment in Übersee. Der Autobauer, der seinen Investmentarm 2011 in Mountain View gründete, zeigte sich in den vergangenen Jahren nämlich recht umtriebig auf der Suche nach erfolgsversprechenden Start-ups. So haben sich die Münchner unter anderem mit der Mobilitäts-App Moovit, dem Carsharing-Dienst Zendrive und dem Parkplatzhelfer Justpark zusammengetan.

Erst im Februar führte BMW eine Finanzierung von zehn Millionen Dollar für das US-Start-up Skurt an. Das 2014 in Los Angeles gegründete Unternehmen bietet einen Service an, mit dem Autos bis vor die Haustür eines Kunden geliefert werden können. Anders als bei gewöhnlichen Autovermietungen müssen die User nicht zu einem bestimmten Ort kommen, um den Leihwagen abzuholen. Mit seinem Investment in Skurt legt sich BMW übrigens indirekt mit dem Konkurrenten Audi an, der seit 2016 ein ähnliches Start-up finanziert, den On-Demand-Verleiher Silvercar.


Außerdem investiert BMW in das Start-up Nauto, das auf selbstfahrende Fahrzeuge setzt und in das Flottenmanagementunternehmen Ridecell. Der Dax-Konzern hat zudem vor wenigen Wochen ein strategisches Investment in das Start-up Desktop Metal bekannt gegeben. Das Unternehmen hat sich auf 3D-Druck mit Metall spezialisiert. ron
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