Google-Alternativen Die 30 besten Suchmaschinen im Kurztest

Mittwoch, 01. Februar 2017
Die Google-Suche ist ein wichtiger Nachrichtenlieferant
Die Google-Suche ist ein wichtiger Nachrichtenlieferant
© Claudio/Colourbox
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Google Suchmaschine Ixquick Deusu Duckduckgo Microsoft


"Googeln" ist nicht nur im deutschen Sprachschatz synonym für eine Internetsuche. Dabei gibt es ganze Reihe von spannenden Google-Alternativen.
Seit 2004 findet sich das Verb "googeln" im Duden. Zwei Jahre später wurde das englischsprachige Pendant – "to google" – auch vom Oxford English Dictionary und dem Merriam-Webster Collegiate Dictionary aufgenommen. Obwohl die Suchmaschine hierzulande weitestgehend Synonym zum Suchen im Web ist, gibt es viele Alternativen zu dem Anbieter. Davon tun sich einige vor allem damit hervor, dass sie auf den Schutz eurer Daten deutlich mehr achten, als der Werbegigant aus dem kalifornischen Mountain View. Andere Google-Alternativen sind zu Spezialisten in ganz bestimmten Suchfragen geworden. Im Folgenden wollen euch einen Überblick über diese Google-Alternativen verschaffen.

Bei diesen Google-Alternativen steht der Datenschutz im Mittelpunkt

Duckduckgo

Kaum eine Suchmaschine konnte von dem Wunsch nach einer Google-Alternative mit besserem Datenschutz so sehr profitieren wie Duckduckgo.
Kaum eine Suchmaschine konnte von dem Wunsch nach einer Google-Alternative mit besserem Datenschutz so sehr profitieren wie Duckduckgo. (© Screenshot)
Wenn eine Suchmaschine von den PRISM-Enthüllungen profitieren konnte, dann ist es Duckduckgo. Noch immer gehen die Nutzerzahlen der US-amerikanischen Suchmaschine stark nach oben. Das liegt an dem Versprechen des Anbieters, keinerlei Nutzerdaten anzusammeln. Über Duckduckgo könnt ihr nicht nur nach Websites suchen, sondern auch nach Bildern und Videos im Internet fahnden.

Ixquick

Ixquick: Datenschutz und großer Funktionsumfang
Ixquick: Datenschutz und großer Funktionsumfang (© Screenshot)
Ähnlich wie Duckduckgo verspricht die holländische Suchmaschine 
Ixquick, keinerlei Daten ihrer Nutzer aufzuzeichnen – weder die IP-Adresse des Suchenden noch der genutzte Browser oder die eigentliche Suchanfrage. Gespeichert wird lediglich die Anzahl der täglichen Suchanfragen. Die Metasuchmaschine bietet darüber hinaus eine Bilder- sowie eine Videosuche, außerdem gibt es eine Telefonbuchsuche. Der Zugriff auf die Seite findet dank SSL-Protokoll verschlüsselt statt. Sämtliche Funktionen liefen in unseren Kurztest reibungslos. Wem die Sicherheit der eigenen Daten wichtig ist, sollte auf Ixquick umsteigen.

Qwant

Google-Alternative: Die Darstellung von Suchergebnissen bei Qwant ist ungewöhnlich.
Google-Alternative: Die Darstellung von Suchergebnissen bei Qwant ist ungewöhnlich. (© Screenshot)
Unsere französischen Nachbarn sind nicht untätig, wenn es um 
Suchmaschinen geht. Qwant wurde 2013 offiziell vorgestellt und existiert seit März 2013 auch in einer deutschen Version. Die Macher werben vor allem mit ihren strengen Datenschutzbestimmungen. Statt Google Analytics setzt der Anbieter auf Piwik, das einzige Analysewerkzeug, das von der französischen Datenschutzbehörde zertifiziert ist. Wer möchte, kann aber auch das Tracking mit Piwik untersagen. Neben einer normalen Web-Suche bietet Qwant auch eine Medien- und eine Personen-Suche an. Aber auch die Web-Suche geht ungewöhnliche Wege und zeigt neben organischen Treffern auch Nachrichten, Knowledge Graph, Social-Media-Beiträge und passende Videos an. Allerdings alle gemeinsam auf einer Seite, was die Ergebnisse etwas unübersichtlich macht. Wer sich eingehender mit der Suchmaschine beschäftigen möchte, an der seit Juni 2014 auch der Axel-Springer-Verlag beteiligt ist, sollte einen Blick auf unseren Artikel „Französische Google-Alternative Qwant startet in Deutschland“ werfen.

MetaGer

MetGer ist eine Meta-Suchmaschine aus Deutschland.
MetGer ist eine Meta-Suchmaschine aus Deutschland. (© Screenshot)
MetaGer ist eine sogenannte Meta-Suchmaschine. Sie durchsucht automatisch eine ganze Reihe von Web-Suchmaschinen durchsucht und die Ergebnisse dann zusammenfasst. Wer möchte, kann auch selbst bestimmen, welche Quellen für die Suche genutzt werden. Neben einer einfachen Web-Suche könnt ihr hier auch nach Bildern, Nachrichten, wissenschaftlichen Artikeln oder Produkten suchen. Metager stammt aus Deutschland und wird von der gemeinnützigen Suma e.V. in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover betrieben. Bei Metager werden weder IP-Adressen gesammelt, noch speichert die Suchmaschine Cookies bei den Besuchern ab. Außerdem könnt ihr MetaGer auch über das Tor-Netzwerk anonym nutzen.

DeuSu

DeuSu: Die Open-Source-Suchmaschine wird in Eigenregie von einem Entwickler betreut.
DeuSu: Die Open-Source-Suchmaschine wird in Eigenregie von einem Entwickler betreut. (© DeuSu)
DeuSu ist eine spendenfinanzierte Suchmaschine aus Deutschland. Sie verfügt über einen eigenen Suchindex, der mehr als eine Milliarde Seiten umfassen soll. Werbung gibt es bei DeuSu nicht. DeuSu soll weder Cookies auf eurem Rechner abspeichern, noch eure IP-Adresse abspeichern. Interessanterweise handelt es sich bei DeuSu um das private Projekt eines einzelnen Entwicklers. Der hat den Quellcode seiner Suchmaschine unter einer Open-Source-Lizenz auf GitHub veröffentlicht.

Exalead

Exalead ist eine Google-Alternative aus Frankreich.
Exalead ist eine Google-Alternative aus Frankreich. (© Screenshot)
Dass ein 
deutsches oder auch ein europäisches Google keine ernstzunehmende Konsequenz aus dem PRISM-Skandal sein kann, sieht wohl nicht nur unser Kollege Luca Caracciolo so. Immerhin sind noch längst nicht alle Details zu den Verzahnungen zwischen europäischen und amerikanischen Geheimdiensten bekannt. Wer sich trotzdem sicherer fühlt, wenn er eine Suchmaschine mit Sitz in Europa nutzt, dem sei Exalead an dieser Stelle empfohlen. Die Suchmaschine existiert seit 2004 und hat in unserem kurzen Test durchaus gut funktioniert. Neben einer Web-Suche können Nutzer auch nach Bildern, Videos oder Wikiepdia-Artikel suchen. Bei der Wikipedia-Suche kann der Nutzer bestimmen ob er Inhalte in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Holländisch oder Spanisch sehen möchte.

Wegtam 

Wegtam: Die deutsche Google-Alternative konnte in unserem Test überzeugen.
Wegtam: Die deutsche Google-Alternative konnte in unserem Test überzeugen. (© Screenshot)
Wegtam ist eine umfangreiche deutsche Meta-Suchmaschine. Das selbsterklärte Ziel ist die Fokussierung auf relevante Inhalte und die Minierung kommerzieller Einflüsse. Die Seite legt Wert auf den Datenschutz und verspricht, keine personenbezogenen Daten zu speichern. Außerdem geben die Macher keine Daten an Dritte weiter. Neben der Web-Suche gibt es auch gesonderte Suchmöglichkeiten für Nachrichten, Personen, Social-Media-Beiträge und Videos.

Unbubble

Unbubble: Der deutsche Anbieter setzt auf Datenschutz.
Unbubble: Der deutsche Anbieter setzt auf Datenschutz. (© Screenshot)
Unbubble ist eine deutsche Meta-Suchmaschine. Das selbsterklärte Ziel der Macher ist es, möglichst neutrale Suchergebnisse zu liefern. Inwieweit Unbubble dieses Ziel erreicht, ließe sich diskutieren. Immerhin werden die Ergebnisse nach den unterschiedlichen Quellen sortiert übersichtlich angezeigt. In der Seitenleiste schlägt euch Unbubble auch gleich ähnliche Suchbegriffe vor. Die erschienen uns in unserem kleinen Test allerdings nicht immer wirklich sinnvoll. Immerhin achten die Macher allerdings auf den Datenschutz und geben an, keine Nutzerstatistiken zu erheben oder das Verhalten ihrer Nutzer zu analysieren.

Google-Alternativen für Kinder

fragFINN

fragFINN ist die Google-Alternative für Kids.
fragFINN ist die Google-Alternative für Kids. (© Screenshot)
Die Seite will einen für Kinder sicheren Raum für die Internet-Recherche bieten. Kindgerechte Webseiten werden auf einer Positivliste vermerkt und durchsuchbar gemacht. Die Liste wird nach Angaben der Macher täglich aktualisiert. Die 
Suchmaschine wird von einem gleichnamigen Verein betrieben. Zu den Mitgliedern der fragFINN e.V. gehören neben Unternehmen wie Microsoft, Google, 1&1, GMX, Web.de, O2, Vodafone, Deutsche Telekom und Super RTL auch Vereine und Verbände wie BITKOM, BVDW, eco oder fsm.

Blinde Kuh

Blinde Kuh ist werbefrei und richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren.
Blinde Kuh ist werbefrei und richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. (© Screenshot)
Blinde Kuh ist ein Web-Verzeichnis, das bereits seit 20 Jahren existiert. Betrieben wird die Website von einem gemeinnützigen Verein. Ursprünglich wurde die Website rein ehrenamtlich betrieben, seit 2004 erhält Blinde Kuh finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Kinder- und Jugendplan des Bundes. Neben Web-Inhalten finden Kids hier Tipps zum sicheren Surfen, kindgerechte Nachrichten und Videos. Neben der deutschen Suchmaschine gibt es auch eine Variante für türkischsprachige Kinder.

Helles Köpfchen

Google-Alternative für Kinder: Helles Köpfchen wird leider über Werbung finanziert.
Google-Alternative für Kinder: Helles Köpfchen wird leider über Werbung finanziert. (© Screenshot)
Helles Köpfchen bezeichnet sich als Startseite für Kinder. Neben der Möglichkeit das Web zu durchsuchen gibt es auch Artikel zu unterschiedlichen Wissensbereichen auf der Website. Im Gegensatz zu fragFINN und Blinde Kuh ist Helles Köpfchen allerdings das Projekt eines kommerziellen Anbieters. Das äußert sich für die kleinen Besucher primär darin, dass hier Werbeanzeigen zu sehen sind.

Wenn die Suchmaschien bereits deine Frage beantwortet

Wolfram Alpha

Wolfram Alpha: Die semantische Suchmaschine liefert Suchenden die passenden Fakten
Wolfram Alpha: Die semantische Suchmaschine liefert Suchenden die passenden Fakten (© Screenshot)
Im Gegensatz zu Portalen wie Ixquick oder Duckduckgo unterscheidet sich 
Wolfram Alpha deutlich von traditionellen Suchmaschinen wie Google oder Bing. Statt Suchende auf Websites zu verweisen, die eine möglichst hohe Relevanz aufweisen; versucht die Seite, Informationen anhand von Algorithmen zu verarbeiten und dem Nutzer damit direkte Antworten auf seine Fragen zu liefern. Der zugrunde liegende Ansatz bedeutet allerdings, dass nur Fragen beantwortet werden können, für die eine exakte Antwort möglich ist. Sucht ihr beispielsweise nach dem Geburtsdatum einer Berühmtheit oder einer historischen Persönlichkeit liefert Woflram Alpha die passende Antwort. Ist eine persönliche Wertung notwendig, kann Wolfram Alpha nicht weiterhelfen. Wer die beste Schauspielerin aller Zeiten ist, kann die Suchmaschine schlicht und ergreifend nicht wissen. Traditionelle Suchmaschinen würden euch zu diesem Thema vermutlich mit vielen Meinungen versorgen. Wolfram Alpha begnügt sich mit Fakten.

Gutes tun per Web-Suche: Bei diesen Google-Alternativen geht das

Benefind

Benefind: Ein Teil der Werbeeinnahmen wird gespendet.
Benefind: Ein Teil der Werbeeinnahmen wird gespendet. (© Screenshot)
Wer mit seiner Suche etwas Gutes tun möchte, der kann Benefind verwenden. Die Seite macht sich die Suche von Yahoo zu eigen, nutzt aber einen Teil der generierten Werbeeinnahmen für Spenden. Laut 
Benefind geht ein halber Cent für jede erfolgreiche Suche an eine gemeinnützige Organisation. Laut den Betreibern entsprechen die Spenden in etwa 70 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen der Seite. Wer möchte, kann sich anmelden und festlegen, an welche Organisation die selbst generierten Werbeeinnahmen der Seite gespendet werden sollen. Von Greenpeace und Sea Shepherd über die Welthungerhilfe bis zur AWO oder der Lebenshilfe stehen unzählige gemeinnützige Vereine zur Auswahl.

Ecosia

Google-Alternative: Ecosia hilft bei der Aufforstung.
Google-Alternative: Ecosia hilft bei der Aufforstung. (© Screenshot)
Das Berliner Startup 
Ecosia verknüpft die Suche im Internet mit der Aufforstung. Dazu spendet das Unternehmen 80 Prozent des Überschusses an verschiedene Aufforstungsinitiativen. Die eigentlichen Suchergebnisse kommen von der Microsoft-Suchmaschine Bing. Nach eigenen Angaben hat Ecosia bereits 2,8 Millionen Euro gespendet.

Umlu

Bei Umlu soll ökologisches Handeln zu einem Ranking-Faktor werden.
Bei Umlu soll ökologisches Handeln zu einem Ranking-Faktor werden. (© Screenshot)
Im Grunde bezieht die 
Suchmaschine Umlu ihre Daten von Google. Allerdings pflegen die Macher auch eine zweite Datenbank. Hier werden Websites von Unternehmen und Organisationen eingetragen, die besonders umweltschonend arbeiten. Deren Websites werden dann je nach Keyword oberhalb der von Google entnommenen Suchergebnisse eingeblendet.

Nicht nur für File-Sharing: Die interessantesten Peer-to-Peer-Suchmaschinen

YaCy

YaCy: Google-Alternative als P2P-Lösung.
YaCy: Google-Alternative als P2P-Lösung. (© Screenshot)
Einen ganz eigenen Weg geht 
YaCy. Die Suchmaschine läuft über eine eigene Software. Denn statt wie Google auf zentrale Server zu setzen, ist YaCy ein Peer-to-Peer-Projekt. Um an dem Suchnetzwerk teilzunehmen, muss man sich die entsprechende Open-Source-Software herunterladen. Diese steht auf der Webseite in Versionen für Windows, Linux und MacOS zur Verfügung. Zwar bietet die Seite ebenfalls eine Bildersuche, diese funktioniert allerdings nur eingeschränkt. Interessant bleibt hingegen der dezentrale Ansatz. Unterstützt wird das Software-Projekt von dem Institute of Technology aus Karlsrufe und SUMA e.V., einem Verein für freien Wissenszugang.

Faroo

Google-Alternative: Auch Faroo basiert auf Peer-to-Peer-Technologie.
Google-Alternative: Auch Faroo basiert auf Peer-to-Peer-Technologie. (© Screenshot)
Faroo schmückt sich damit, die schnellste Peer-to-Peer-basierte Suchmaschine zu sein. Allerdings ist der Markt auch einigermaßen überschaubar. Den dazugehörigen P2P-Client gibt es auschließlich für Windows. Nutzer anderer Betriebssysteme können daher zwar die Website zum Suchen verwenden, beim Aufbau der Datenbank können sie jedoch nicht helfen. Nach eigenen Angaben soll Faroo etwa zwei Milliarden Seiten indexiert haben.

Von Code bis Medien: Die Spezialisten unter den Google-Alternativen

Ohloh

Ohloh Code: Die Suchmaschine für Open-Source-Code.
Ohloh Code: Die Suchmaschine für Open-Source-Code. (© Screenshot)
Ohloh war ein Verzeichnis von Open-Source-Projekten. Die Seite wurde im Juli 2014 in Open Hub unbenannt. Bis zu der ihr angeschlossenen Code-Suchmaschine scheint das Rebranding allerdings noch nicht durchgedrungen zu sein, sie firmiert nach wie vor unter dem Namen 
Ohloh Code. Die Suchmaschine durchforstet 21.330.368.647 Open-Source-Codezeilen nach einem gewünschten Keyword. Bei Bedarf können Nutzer gezielt nach Klasse, Funktionen oder Methoden suchen. Die Ergebnisse lassen sich nach Projekten, Sprachen oder Dateierweiterungen sortieren.

Creative Commons

Creative Commons: Wer Bilder oder andere Werke sucht, die unter bestimmten CC-Lizenzen stehen, ist hier richtig.
Creative Commons: Wer Bilder oder andere Werke sucht, die unter bestimmten CC-Lizenzen stehen, ist hier richtig. (© Screenshot)
Die gemeinnützige Organisation ist sicherlich einigen für ihre Lizenzverträge bekannt. Diese Lizenzen erlauben es, dass Schöpfer der Öffentlichkeit sehr einfach Nutzungsrechte an ihren Werken gewähren. Dabei gibt es verschiedene Einschränkungen, aus denen Ersteller der Werke wählen können. Häufig wird beispielsweise verlangt, dass der Schöpfer zumindest namentlich erwähnt wird, oder man die Werke nicht zu kommerziellen Zwecken nutzen darf. Auch verbieten manche Kreative, die Werke zu verfremden oder zu kombinieren. Auf der 
Creative-Commons-Seite findet sich eine eigene Suche, die verschiedene Websites nach Werken durchforstet, die unter einer solchen CC-Lizenz stehen. Suchende können dabei auch einschränken, ob die Werke kommerziell nutzbar sein sollen oder man diese in irgendeiner Form bearbeiten darf. Nach Eingabe des Suchbegriffes kan man sich für eine von 13 Plattformen entscheiden, auf der nach dem entsprechenden Begriff und unter Rücksichtnahme auf die gewünschte Lizenz gesucht wird. Zwar ließe sich eine solche Suche auch über alle anderen Websuchen durchführen, doch hier funktioniert das deutlich einfacher. Zumindest wenn man nicht jedes Mal eine Suchanfrage dieser Art stellen möchte: „t3n AND RIGHTS:*creative* AND NOT RIGHTS:*nc* AND NOT RIGHTS:*nd*“.

TinEye

Google-Alternative: TinEye sucht anhand von Bildern nach Webseiten auf denen diese Bilder vorkommen.
Google-Alternative: TinEye sucht anhand von Bildern nach Webseiten auf denen diese Bilder vorkommen. (© Screenshot)
Googles Bildersuche bietet seit geraumer Zeit die Möglichkeit, anhand eines Bildes nach dessen Ursprüngen im Web zu suchen. Aber schon davor bot die Reverse-Bildersuche 
TinEye genau diese Funktion an. Wer sich also frei von der Google-Suche machen möchte, der sollte auch diese Suchmaschine in seine Bookmarks aufnehmen.

blinkx

Blinkx: Durchaus eine Alternative zu Googles Videosuche.
Blinkx: Durchaus eine Alternative zu Googles Videosuche. (© Screenshot)
Als Alternative zu Googles Videosuche kommt 
blinkx infrage. Die Seite nutzt Spracherkennungssoftware, um zusätzliche Metadaten zu allen gefundenen Clips zu generieren. Dadurch sollen diese besser auffindbar sein. Ob dies stimmt, ist letztlich schwer zu beurteilen. Immerhin funktionierte die Suche im Test genau so, wie sie sollte. Die blinkx-Videosuche wird unter anderem von Ask.com oder AOL verwendet. Die Ergebnisse von Ask.com unterschieden sich in unserem Kurztest allerdings von der Ergebnissen auf blinkx ab.

WorldWideScience

WorldWideScience: Die weltweite Suchmaschine für wissenschaftliche Texte.
WorldWideScience: Die weltweite Suchmaschine für wissenschaftliche Texte. (© Screenshot)
WorldWideScience ist eine Suchmaschine für wissenschaftliche Texte. Die Ergebnisse lassen sich unter anderem nach dem Autor, dem Herkunftsland und der Art des Textes sortieren. Neben Papern findet die Suchmaschine auch passende Multimedia-Inhalte und Datensätze. Die Seite ermöglicht die Suche in über 200 Millionen Dokumenten. Sie wird vom amerikanischen Office of Scientific and Technical Information betrieben, kooperiert aber mit verschiedenen Organisationen weltweit.

Crunchbase

Crunchbase ist die ultimative Suchmaschine für die Startup-Welt.
Crunchbase ist die ultimative Suchmaschine für die Startup-Welt. (© Screenshot)
Wenn ihr nach Informationen über Startups oder Gründer sucht, führt kein Weg an 
Crunchbase vorbei. Die Suchmaschine liefert euch Details zu Unternehmen, Personen, Investoren und Produkten. Wer jetzt feststellt, dass das eigene Start-up noch nicht in der Datenbank zu finden ist, der sollte unbedingt unseren Artikel „Auf Investorensuche? So erstellen Startups das perfekte CrunchBase-Profil“ lesen.

Majestic

Majestic ist eine Suchmaschine für SEOs.
Majestic ist eine Suchmaschine für SEOs. (© Screenshot)
Egal ob es die Seite eines Kunden oder eines Konkurrenten ist: Mit 
Majesticbekommen SEOs einen interessanten Einblick in die Backlink-Struktur einer Website. Ihr könnt über Majestic entweder nach URLs oder nach Keywords suchen. Allerdings ist nur eine Suchanfrage ohne Anmeldung möglich. Danach müsst ihr ein kostenloses Konto erstellen. Wer zusätzliche Features wie den Download der Backlink-Daten oder API-Zugriff wünscht, muss sich allerdings einen kostenpflichtigen Account zulegen.

Buzzsumo

Buzzsumo zeigt auf, welche Artikel in welcher Häufigkeit auf den sozialen Medien geteilt wurden.
Buzzsumo zeigt auf, welche Artikel in welcher Häufigkeit auf den sozialen Medien geteilt wurden. (© Screenshot)
 Buzzsumo zeigt euch, welche Inhalte einer Seite oder zu einem bestimmten Keyword am erfolgreichsten auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen ist. Die Angaben sind enorm hilfreich beim Socia-Media-Marketing. Allerdings sind auch hier die Ergebnisse stark begrenzt, wenn ihr euch keinen bezahlten Account bei dem Anbieter zulegt. Die Preise dafür beginnen bei 99 US-Dollar im Monat.

Boardreader

Boardreader: Die Google-Alternative für Foren-Junkies.
Boardreader: Die Google-Alternative für Foren-Junkies. (© Screenshot)
Ja, auch 2015 sind Internetforen noch längst nicht aus der Mode. Hier finden sich zu unzähligen Themen spannende Diskussionen. Mit der Suchmaschine 
Boardreaderkönnt ihr gezielt diesen Online-Foren durchforsten. In diesem Zusammenhang lohnt sich für euch vielleicht auch ein Blick auf unseren Artikel „Relikt oder Nische? Warum Deutschlands Foren-König an die Zukunft des Formats glaubt“.

Bookfinder

Bookfinder: Die Suchmaschine für Bücherfreunde.
Bookfinder: Die Suchmaschine für Bücherfreunde. (© Screenshot)
Bookfinder ist ein praktisches Werkzeug für Menschen, die ein gebrauchtes Buch suchen. Nutzer können Titel, Autor oder ISBN angeben, auswählen, in welcher Sprache das Buch sein soll, und ob es sich um eine Erstausgabe handeln soll. Anschließend werden verschiedene Seiten wie Amazon, ZVAB oder eBay durchsucht und die Ergebnisse übersichtlich aufbereitet. Die Seite gewinnt keinen Schönheitspreis, tut aber was sie soll. Natürlich lassen sich auch neue Bücher damit finden, aufgrund der Buchpreisbindung dürfte das aber für viele Nutzer weniger von belang sein.

Izik

izik: Suchergebnisse werden nach Kategorien aufgeteilt.
izik: Suchergebnisse werden nach Kategorien aufgeteilt. (© Screenshot)
Statt die Suchergebnisse in Form einer simplen Liste aufzubereiten, unterteilt 
Izik die gefundenen Inhalte anhand verschiedener Kategorien. Das obere Feld versucht eine Kurzbeschreibung des gesuchten Begriffs zu liefern und greift dabei wenn möglich auf die englischsprachige Wikipedia zurück. Darunter folgen abhängig von der Suchanfrage weitere Kategorien wie die Top-Ergebnisse, Bilder, soziale Netzwerke, Shopping oder entsprechende Nachrichtenkategorien. Die einzelnen Kategorien lassen sich seitlich scrollen. So hat man verschiedene Ergebnisse direkt auf einem Blick.

Verrückte Suchmaschinen: Diese Google-Alternativen sind...anders

Wacko Search

Wacko Search ist wohl eher eine Google-Parodie statt einer echten Alternative.
Wacko Search ist wohl eher eine Google-Parodie statt einer echten Alternative. (© Screenshot)
Na gut, 
Wacko Search wird wohl niemand ernsthaft als Google-Alternative in Betracht ziehen. Der Grund: Ihr könnt hier zwar wie gewohnt Suchbegriffe eingeben, im Unterschied zu anderen Suchmaschinen versucht Wacko Search aber nicht einmal, euch passende Ergebnisse zu liefern. Stattdessen zeigt euch die Seite eine vollkommen willkürliche Liste von Websites an. Das ist nicht sonderlich praktisch, aber immerhin mal eine neue Idee.

Million Short

Million Short: Wer will schon die Top-Treffer sehen?
Million Short: Wer will schon die Top-Treffer sehen? (© Screenshot)
Im Grunde funktioniert 
Million Short, wie ihr es von einer Suchmaschine erwarten würdet. Im Gegensatz zu Google oder Bing könnt ihr aber bei bedarf auch die besten 100, 1.000, 10.000, 100.000 oder eine Million Ergebnisse ausschließen. Ganz so, als würdet ihr eure Suche auf Seite 50 der Google-Suchergebnisse beginnen. Wie praktisch das ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Letztlich könnt ihr Million Short auch wie jede andere Suchmaschine verwenden, und die Option einfach nicht verwenden.

Fazit: Google-Alternativen erfüllen ihren Zweck

Grundlegende Google-Funktionen aber mehr Rücksicht auf die eigenen Daten findet ihr bei Ixquick oder Duckduckgo. Für spezialisierte Suchanfragen nach Bildern und Videos erhält man bei der Suche mit Creative Commons oder blinkx unter Umständen sogar bessere Ergebnisse als beim Marktführer. Auch ein Blick über den Tellerrand kann interessant sein, wie die Konzepte hinter Wolfram Alpha und YaCy zeigen. Wer den Wechsel nicht scheut, findet also allerhand Alternativen zum Suchgiganten Google.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de

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