Gefällt dir nicht?

Facebook testet Dislike-Button - vorerst nur im Messenger

Der Daumen könnte bei Facebook bald auch runter gehen.
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Der Daumen könnte bei Facebook bald auch runter gehen.
Nutzer fordern ihn, Facebook-Chef Zuckerberg wehrte sich bisher gegen seine Einführung: Der Dislike-Button polarisiert. Jetzt können Nutzer bald "Gefällt mir nicht" sagen, aber wohl nur im Messenger.
Oft wurde schon über die Einführung eines Dislike-Buttons auf Facebook spekuliert. Immer wieder fanden sich angebliche Hinweise auf den nach unten zeigenden Daumen. Im Februar 2016 wurde der „Gefällt mir“-Daumen von einer Reihe Emojis zum Ausdrücken von Emotionen ergänzt – der Dislike-Button war nicht darunter. Während viele Nutzer gern auch einmal "Gefällt mir nicht" sagen würden, wehrte sich Mark Zuckerberg bis zuletzt dagegen. Jetzt weicht der Facebook-Boss seine Anti-Haltung auf. Der Dislike-Button wird getestet, allerdings vorerst nur im Messenger.


Ein Symbol für den Daumen nach unten haben einige Nutzer in einer Betaversion des Facebook-Messengers für iOS 10 entdeckt. Facebook hat das neue Feature gegenüber dem US-Techportal Techcrunch bestätigt. Der kleine Test sei Teil der Anstrengungen des Konzerns, den Messenger so zu gestalten, dass Nutzer mehr Spaß hätten und sich mehr engagierten, ließ Facebook wissen. Facebook selbst sieht den Dislike-Button eher als eine Art "Nein" als Antwort in Diskussionen.

Die sogenannten Messenger-Reactions werden wahrscheinlich in den kommenden Wochen allen Nutzern zugänglich gemacht, sobald sie sich in dem Test bewähren. Neben dem Dislike-Button gibt es dort auch die aus dem Newsfeed bekannten Reaktionsmöglichkeiten "Gefällt mir", "Love", "Haha", "Wow", "Traurig" und "Wütend". Die Reaktionen im Newsfeed sollen seit der Einführung vor einem Jahr übrigens schon 300 Milliarden Mal verwendet worden sein. Dass der Dislike-Button auch in den Newsfeed kommt, ist allerdings eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.


Die Emojis im Messenger erscheinen übrigens als Auswahl, wenn Nutzer über eine Nachricht fahren. Die Reaktionen sind laut den Testern für alle in dem Thread eingebundenen Nutzer sichtbar. Per Fingertipp oder Mausklick können alle unter einer bestimmten Nachricht auftauchenden Reaktionen eingesehen werden. So soll auch zu erkennen sein, welche Reaktion welcher Nutzer auf einen bestimmten Text gezeigt hat. Ähnliche Funktionen haben etwa Slack und neuerdings iMessage.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de
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