Für Heavy-User

Twitter arbeitet an einer kostenpflichtigen Premium-Version

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Twitter testet kostenpflichtige Angebote innerhalb von Tweetdeck
© Twitter/Andrew Tavani
Twitter testet kostenpflichtige Angebote innerhalb von Tweetdeck
Professionelle Twitter-Nutzer werden künftig offenbar zur Kasse gebeten. Der Kurznachrichtendienst hat bestätigt, an einer kostenpflichtigen Premium-Version für Heavy User wie Marken und Medien zu arbeiten. So will Twitter hinter der Bezahlschranke tiefergehende Analysen für das Profi-Tool Tweetdeck anbieten.
In der Nacht auf Freitag begannen die ersten Twitter-Nutzer von den neuen Plänen des Kurznachrichtendienstes zu berichten (siehe unten). Demnach testet Twitter derzeit in einer Umfrage bei ausgewählten Nutzern, welche Features sie sich wünschen würden. So denke der Kurznachrichtendienst darüber nach, tiefergehende Analytics wie Breaking-News-Warnungen oder nähere Informationen über Postings der Follower anzubieten.


Die Basis-Funktionen von Tweetdeck bleiben kostenlos, heißt es Medienberichten zufolge. Wann genau der Premium-Service nun starten soll und wie viel er kostet, ist bislang noch unklar. Wie Twitter gegenüber "The Verge" erklärt, will das soziale Netzwerk mit der Umfrage erst einmal eruieren, ob und wenn ja welche neue Funktionen bei den Nutzern gewünscht sind. Erst dann werde man damit beginnen, die entsprechenden Tools zu entwickeln.


Für Twitter könnte sich daraus ein weiteres Geschäftsmodell entwickelt. Denn die wichtigsten Einnahmen des Unternehmens - die Werbeerlöse - sanken im vierten Quartal 2016 im Jahresvergleich von 641 auf 638 Millionen Dollar. In den USA fielen sie sogar von 410 auf 382 Millionen Dollar. Dabei ist das Weihnachtsgeschäft traditionell ein gutes Quartal für Online-Werbung. Auch bei den monatlich aktiven Nutzern schwächelt Twitter weiterhin: Im Schlussquartal 2016 stiegen sie nur um 2 Millionen auf 319 Millionen. ron
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