Flugsimulator Birdly

Warum für Ulmer der Traum vom Fliegen wahr wird - zumindest virtuell

Mit diesem Flugsimulator wird der Traum vom Fliegen zumindest virtuell wahr.
© Demodern
Mit diesem Flugsimulator wird der Traum vom Fliegen zumindest virtuell wahr.
Der Traum vom Fliegen wird in Ulm derzeit bald für viele Menschen wahr - zumindest virtuell. Dort steht nämlich künftig ein Virtual-Reality-Flugsimulator, mit dem Besucher über die Dächer der Stadt fliegen können. Die von der Interactive Media Foundation in Zusammenarbeit mit der  Digitalagentur Demodern entwickelte Anwendung ist Teil des Projekts "Zukunftsstadt 2030 / Zukunftsstadt Ulm", mit dem die Stadt ihre technische Vorreiterrolle stärken will.

Bei dem Ganzkörper-Flugsimulator, der den Namen Birdly trägt, handelt es sich um eine Entwicklung des Schweizer Herstellers Somniacs. Der Nutzer muss sich dafür bäuchlings auf den Simulator legen und per Arm- beziehungsweise Flügelschlag die Bewegungen steuern. Durch die angeschlossene Virtual-Reality-Brille schaut der Nutzer aus der Vogelperspektive auf die historische Altstadt von Ulm aus dem Jahr 1890.



Verantwortlich für die Aktion zeichnet die Interactive Media Foundation, die gemeinsam mit der Stadt Ulm, der Münstergemeinde Ulm und Projektpartnern an dem Projekt gearbeitet hat. Einer der Projektpartner ist die Hamburger Digitalagentur Demodern, die die User Experience, das 3D-Design und die technische Umsetzung entwickelt hat. "Wir hauchen den während der Weltkriege zerstörten Denkmälern Ulms wieder Leben ein – in VR", erläutert Demodern-Geschäftsführer Alexander El-Meligi die Idee der Anwendung.
Der virtuelle Flug führt über die historische Altstadt von Ulm
© Demodern
Der virtuelle Flug führt über die historische Altstadt von Ulm
Das Projekt war technisch sehr anspruchsvoll, berichtet El-Meligi. Insgesamt waren die Kreativen mehr als 500 Stunden mit dem 3D-Modelling von über einem Quadratkilometer Stadtzenerie beschäftigt. Dazu gehören 2000 historische Gebäude wie das Rathaus oder Einsteins Geburtshaus sowie über 6000 weitere Objekte wie Bäume, Tiere oder Stege.

Bisher existierte weltweit nur eine weitere Anwendung für Birdly. Diese basiere laut Demodern allerdings ausschließlich auf Fotos und Mapping. Im Gegensatz dazu baute die Hamburger Agentur für "Ulm-Stories" das historische Ulm im eigenen 3D-Department in naturgetreuem Maßstab detailliert nach. So entstand die erste externe Software, die auf dieser speziellen Hardware verwendet werden kann.


Ab 15. Juli können Interessierte den Flug-Simulator live in der Nähe des Ulmer Münsters in der Kramgasse 3 erleben. ron

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