Facebook, SAP & Co

34 IT-Riesen schmieden Bündnis gegen Cyberkriminelle

Große Konzerne tun sich für mehr Sicherheit im Netz zusammen
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Große Konzerne tun sich für mehr Sicherheit im Netz zusammen
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Das Who-is-Who der weltweiten Tech-Branche hat sich im Kampf gegen Cyberkriminalität zusammengeschlossen. Das Bündnis mit dem Namen "Cybersecurity Tech Accord" will mit vereinten Kräften seine Kunden besser gegen Angriffe von Kriminellen und Staaten im Web schützen. Mit dabei sind Unternehmen wie Facebook, SAP, Microsoft, Nokia, Oracle, Nielsen, Dell und Linkedin.

Die Unternehmen im neu geschaffenen IT-Verbund verpflichten sich, zusammen mit Ingenieuren, Forschern, politischen Entscheidungsträgern und anderen, die eine Rolle in Sachen Cybersecurity spielen, daran zu arbeiten, das Internet sicherer und widerstandsfähiger zu machen. "Der Schutz des Internets wird von Tag zu Tag dringender, da immer mehr grundlegende Schwachstellen in der Infrastruktur entdeckt und in einigen Fällen sogar von Regierungsorganisationen für Cyber-Angriffe genutzt werden – ein Vorgehen, bei dem das Internet zu einem Kriegsschauplatz zu werden droht", sagt etwa Julio Avalos, Straetgiechef des Allianzmitglieds GitHub.

Vor allem nach den verheerenden Hacker-Angriffen "Wanna Cry" im vergangenen Jahr sind die Firmen in Alarmbereitschaft. Die Erpressungssoftware  hatte nach Angaben von Europol mindestens 150 Länder sowie 200.000 Organisationen und Personen getroffen. "Wanna Cry" hatte auf den infizierten Rechnern alle Daten verschlüsselt. Sie sollten erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder entsperrt werden. Betroffen waren unter anderem "Milka"-Hersteller Mondelez, die Reederei Maersk - und die weltgrößte Werbeholding WPP.

Konkret hat sich die Allianz auf die Fahnen geschrieben, Regierungen nicht bei Cyberattacken zur Seite stehen zu wollen - egal ob gegen Bürger oder Unternehmen. Zudem will sie Entwickler und Nutzer ihrer Technologie in die Lage versetzen, sich selbst besser zu schützen. Außerdem sei geplant, neue Partnerschaften und Kooperationen mit der Industrie und Wissenschaft zu schmieden, um die Cybersicherheit zu verbessern.

Bereits im Februar hatten neun Konzerne eine Charta für mehr Cybersicherheit unterzeichnet und gemeinsamen Regeln und Standards gefordert. Auf Initiative des Elektrokonzerns Siemens hatten sich neun Partner auf eine gemeinsame Charta verständigt, neben Siemens gehören dazu der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Airbus, der Versicherer Allianz, der Autohersteller Daimler, der Software-Riese IBM, der Halbleiterhersteller NXP, der Prüfkonzern SGS sowie die Deutsche Telekom. ron




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