Erst Samsung, jetzt Apple

Beats-Kopfhörer geht in Flammen auf / Batterie-Hersteller soll schuld sein

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Auf einem Flug von Beijing nach Melbourne explodierten die Beats-Kopfhörer dieses Passagiers.
© Australian Transport Safety Bureau
Auf einem Flug von Beijing nach Melbourne explodierten die Beats-Kopfhörer dieses Passagiers.
Auf einem Flug von Peking nach Melbourne sind die Kopfhörer einer Passagierin in Flammen aufgegangen. Offenbar soll es sich dabei um ein Gerät der Apple-Marke Beats handeln. Der Tech-Konzern weist jedoch die Vorwürfe von sich und macht den Batteriehersteller verantwortlich.

Im vergangenen Jahr erlebte Samsung mit dem brennenden Smartphone Galaxy Note 7 ein Debakel, nun hat auch Wettbewerber Apple mit einem leicht entflammbaren Gerät zu kämpfen. So sind laut der australischen Transportsicherheitsbehörde ATSB die Beats-Kopfhörer einer Passagierin auf dem Flug von Peking nach Melbourne in Flammen aufgegangen. Apple hatte das Start-up Beats vor drei Jahren für knapp drei Milliarden US-Dollar übernommen.


Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar, doch erst jetzt wurde bekannt, dass es sich offenbar um ein Beats-Gerät handelt. Die Australierin hatte durch den explodierenden Kopfhörer Verbrennungen im Gesicht und im Nackern erlitten. Laut ATSB wurde sie während des Fluges von einem lauten Knall und einem brennenden Gefühl auf dem Gesicht geweckt. Batterien und Abdeckung waren geschmolzen und klebten am Kabinenboden.

Medienberichten zufolge weist Apple die Schuld von sich. Firmeneigene Untersuchungen hätten ergeben, dass die in den Kopfhörern eingebauten AAA-Batterien Schuld an dem Unfall seien. Somit sei der Batterie-Hersteller verantwortlich. Welche Batterien die Australierin nutzte, ist demnach nicht bekannt, die Kopfhörer selbst sind aus dem Jahr 2014 und werden aktuell nicht verkauft.


Der Vorfall erinnert an das Debakel rund um das brennende Smartphone Galaxy Note 7. Samsung war zum Rückruf und Umtausch von 2,5 Millionen Geräten gezwungen. Das war nicht nur teuer (Experten beziffern die Kosten auf etwa 1,2 Milliarden Euro). Vor allem das Image des Technologiekonzerns leidet Umfragen zufolge darunter. ron

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