Eltern sind skeptisch

Kind, du wirst doch wohl kein Start-up gründen?

   Artikel anhören
Eltern plädieren eher gegen das Gründen von Start-ups
© Fotolia
Eltern plädieren eher gegen das Gründen von Start-ups
Wenn Start-ups im Fernsehen ihre Geschäftsideen Jochen Schweizer, Frank Thelen und Co. präsentieren, fiebern inzwischen Millionen Zuschauer gespannt vor der Flimmerkiste mit. Die eigenen Kinder wollen Eltern in der "Höhle der Löwen" aber nicht sehen. 60 Prozent aller Eltern schulpflichtiger Kinder würden ihrem Sohn oder ihrer Tochter nämlich davon abraten, ein Start-up zu gründen.

Auf der anderen Seite würde aber rund jeder vierte Elternteil (23 Prozent) die Gründung eher empfehlen. Acht Prozent würden sogar auf jeden Fall dazu raten. Die Zahlen sind das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.011 Elternteile schulpflichtiger Kinder im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Für Lucie Volquartz, Referentin für Start-ups beim Bitkom, sind die Zahlen eher ernüchternd. Sie plädiert für, junge Menschen stärker zu ermutigen. "Es reicht nicht, immer ein bisschen neidisch auf das Silicon Valley zu schauen, wir brauchen in Deutschland auch einen echten Gründergeist." Start-ups seien immerhin wichtige Treiber von Innovationen in allen Branchen.


Mütter sind übrigens weitaus aufgeschlossener für Start-up-Gründungen als Väter. Während 9 Prozent der Mütter ihrem Kind einen solchen Schritt auf jeden Fall empfehlen und 25 Prozent eher empfehlen würden, sind es bei den Vätern nur 6 beziehungsweise 20 Prozent. Unterschiede gibt es auch zwischen den Schultypen, die die Kinder besuchen: 36 Prozent der Eltern von Hauptschülern würden eine Start-up-Gründung auf jeden Fall oder eher empfehlen, bei Eltern von Gymnasiasten sind es 30 Prozent. Besonders zurückhaltend sind die Eltern von Realschülern, die der Gründerszene nur zu 26 Prozent positiv entgegenblickt. ron

stats