Eco-Studie

Umsatz mit mobilen Internetzugängen wächst bis 2019 auf 13,8 Milliarden Euro

Mobiler Datenverkehr steigt weiterhin rasant an
Mobiler Datenverkehr steigt weiterhin rasant an
In den vergangenen zehn Jahren ist der mobile Datenverkehr um das 1.000-fache angestiegen. Das geht aus einer Studie von Eco, dem Verband der Internetwirtschaft in Europa, und Arthur D. Little, hervor. Grund dafür seien unter anderem der stetige Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur, der bessere Übertragungsraten ermöglicht. Damit werden auch neue Nutzungsmöglichkeiten für unterwegs geschaffen.
Der mobile Datenverkehr in Deutschland nimmt rasant zu: Im vergangenen Jahr betrug das Volumen insgesamt 500 Millionen Gigabyte. Die Tendenz ist laut Eco und Arthur D. Little weiter steigend. Bis 2019 wird der Verkehr massiv ansteigen - und damit auch für ein starkes Marktwachstum sorgen.


Mobilfunkbetreiber und Datendienste profitieren von dem Trend und wollen ihre Marktanteile ausbauen. Obwohl sie einem Preisdruck ausgesetzt sind, bleibt das Geschäft profitabel: Die Ebitda-Marge von Mobilfunk variiert zwischen 30 Prozent (Telefónica) und 45 Prozent (T-Mobile). Hierzu zählen Sprach- und Datenbertragungen. Im Vergleich liegt die Marge bei Automobilherstellern bei zirka zehn Prozent. Bereits 2015 haben Datendienste (ohne SMS) 40 Prozent der Mobilfunkumsätze ausgemacht.

Ein Grund für die gute Marge könnte der Anstieg bei mobilen Internetzugängen sein. 2015 lag der Umsatz hier bei 9,6 Milliarden Euro, knapp hinter dem Segment der stationären Internetanschlüsse (9,8 Milliarden Euro). Bereits in diesem Jahr könnte sich das ändern: Eco und Arthur D. Little prognostizieren für 2016 einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro bei Anbietern mobiler Internetzugänge. Stationäre Zugänge könnten auf 9,9 Milliarden Euro Umsatz kommen. Bis 2019 soll das Marktvolumen der mobilen Zugänge sogar auf 13,8 Milliarden Euro klettern, was einer jährlichen Steigerungsrate von durchschnittlich zehn Prozent entspräche. kn
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