Domino's

Diese Drohne soll euch zukünftig die Pizza liefern

Diese Drohne soll für Domino's Pizza zum Kunden bringen.
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Diese Drohne soll für Domino's Pizza zum Kunden bringen.
Amazon, Google - und jetzt auch Domino's: Die Restaurantkette will künftig Bestellungen per Drohne ausliefern. Dafür ist das Unternehmen vor wenigen Tagen eine Partnerschaft mit einem Tech-Startup aus den USA eingegangen und hat nun in Neuseeland einen Testflug erfolgreich abgeschlossen. Bald sollen auch in Deutschland erste Domino's-Pizzen in die Luft gehen.
Für einige Pizza-Liebhaber ist die Restaurantkette Domino's nicht unbedingt die erste Anlaufstelle, wenn es um den besten Geschmack geht. Wenn es aber darum geht, sich die Pizza auf eine möglichst spektakuläre und technologisch innovative Art und Weise zukommen zu lassen, führt demnächst wohl kein Weg an diesem Unternehmen vorbei. Domino's hat sich nämlich auf die Fahnen geschrieben, als erstes Unternehmen einen kommerziellen Lieferservice per Drohne auf den Markt zu bringen. In Neuseeland ist ein Testflug vor wenigen Tagen bereits erfolgreich verlaufen (siehe Video unten, leider ohne Tonspur). Die Drohne liefert die Pizza ohne Probleme aus - bis auf einen Schönheitsfehler: Auf der Innenseite des Deckels klebt recht viel Käse.



Bei der Drohne namens "DRU" (Domino's Robotic Unit") handelt es sich um einen sogenannten Hexacopter, der hauptsächlich aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff und Aluminium besteht. Das Fluggerät, dessen Komponenten teilweise aus einem 3D-Drucker stammen, fliegt mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h in einer Höhe von etwa 60 Metern und navigiert per GPS. Ist der Copter an seinem Zielort angekommen, landet er nicht, sondern lässt die Bestellung an einer Leine herunter, um keine Passanten zu verletzen. Sollte ein Kunde die Idee haben, an der Leine zu ziehen, kappt die Drohne die Leine und entkommt. Ein Diebstahl ist unmöglich.


Starten soll die Auslieferung per Drohne im neuseeländischen Markt. Das Land habe die "zukunftsweisendsten Luftfahrtgesetze der Welt", heißt es in einem Statement von Domino's. Für das Projekt ist die Restaurantkette eine Partnerschaft mit dem Tech-Startup Flirtey aus den USA eingegangen. Flirtey hat bereits mit der Nasa, der "Universität von Nevada" und der "Virginia Tech-Universität" in der Entwicklung von Drohnen-Technologie zusammengearbeitet. Domino's will einen Feldversuch mit den Lieferdrohnen beginnen, sobald das Unternehmen eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde hat. Start für den Feldversuch soll noch in diesem Jahr sein. Laut "Reuters" sollen danach weitere Tests in Australien, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Japan und Deutschland folgen. "Wegen der jährlich steigenden Anzahl an Bestellungen waren wir dazu gezwungen, unsere Auslieferungszeiten weiterhin zu minimieren und unseren Kunden neue und fortschrittliche Bestellmöglichkeiten zu bieten", sagt Don Meij, CEO und Managing Director der Domino’s Group. "Wir haben immer schon gesagt, dass es keinen Sinn macht, wenn ein zwei Tonnen schweres Auto eine zwei Kilogramm schwere Pizza ausliefert", führt er fort. Das Unternehmen ist tatsächlich recht umtriebig, wenn es um innovative Auslieferungsmöglichkeiten geht: Die Pizzen werden mit Autos, E-Bikes, Motorrollern und in Australien bereits mit einem Roboter ausgeliefert. Die Kinderwagen-große Maschine bewegt sich auf dem Landweg autonom von der Filiale zum Kunden.
„Wir haben immer schon gesagt, dass es keinen Sinn macht, wenn ein zwei Tonnen schweres Auto eine zwei Kilogramm schwere Pizza ausliefert.“
Don Meij, CEO und Managing Director der Domino’s Group
Domino's ist nicht das erste Unternehmen, das die Auslieferung per Drohne für sich entdeckt hat. Der Internethändler Amazon beispielsweise will mit den Fluggeräten Pakete bis vor die Haustür liefern und ist für diese Zukunftsvision zu Testzwecken eine Partnerschaft mit der britischen Regierung eingegangen. Das Ziel: Auslieferung innerhalb von 30 Minuten. Die DHL testet ebenfalls fleißig: Die Drohne fliegt eine spezielle Packstation an, holt sich die Sendungen zum Transport heraus und legt sie in einer anderen Packstation ab. Und natürlich sind auch die Tech-Riesen Google und Facebook nicht untätig. Beide Konzerne arbeiten daran, per Drohne Internet in entlegende Ortschaften zu bringen. ron

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