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Amazon macht Alexa deutlich intelligenter

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Alexa soll deutlich schlauer werden
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Alexa soll deutlich schlauer werden
Wenn es um die Frage geht, wer die intelligenteste Sprachassistentin hat, führt bei der Beantwortung wohl kein Weg vorbei an Amazon. Gleich mehrere Studien behaupten, dass Alexa deutlich mehr drauf hat als Siri, Cortana oder der Google Assistant. Aber weil auch Alexa noch so einige Baustellen hat, verpasst Amazon ihr nun drei neue Funktionen - und die machen die Künstliche Intelligenz deutlich schlauer.
So verfügt Alexa künftig über eine sogenannte "Skill Arbitration". Mit diesem Feature aktivieren sich bestimmte Skills ganz automatisch, wenn der Kontext des Sprachbefehls passt. Somit soll den Nutzern erspart werden, sich die Namen der Skills merken zu müssen, um sie über Alexa zu aktivieren. Bislang müssen Nutzer den jeweiligen Skill-Namen erst ansagen - etwa "Alexa, starte TV Digital!" um das Fernsehprogramm zu bekommen.


Amazon-Manager Ruhi Sarikaya hat das neue Feature in seiner Keynote auf der World Wide Web Conference in Lyon vorgestellt. In einem Blogbeitrag nennt er ein konkretes Beispiel: Fragt ein Nutzer "Alexa, wie entferne ich einen Ölfleck von meinem Hemd?" aktiviert Alexa daraufhin den Skill der Waschmittelmarke Tide Stain Remover, weil aufgrund der Frage der entsprechende Kontext erkannt wurde. Allerdings ist das Feature derzeit nur für den US-Markt freigeschaltet.

Zudem kann Alexa nun besser auf Folgefragen reagieren, weil der Kontext der zuvor gestellten Frage mit einbezogen wird. Fragt ein Nutzer etwa "Wie wird das Wetter in Frankfurt?" und anschließend "Und was ist mit nächstem Wochenende?" soll Alexa künftig die passenden Informationen ausspucken. Bislang mussten Nutzer die Folgefragen komplett neu aufsagen. Da das aber nicht dem natürlichen Sprachmuster entspricht, wird dies nun aus der Welt geschafft.


Durch ein drittes neues Feature soll Alexa eine Art dauerhaftes Gedächtnis bekommen. Nutzer sollen demnach jegliche Art von Informationen über Alexa abspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abfragen können. Sagt ein Nutzer etwa "Alexa, merke dir, dass Marco am 7. Dezember Geburtstag hat", speichert die KI diese Information ab und kann auf Nachfrage das korrekte Datum angeben.

Alle drei Funktionen will Amazon in Kürze bereitstellen, deutsche Nutzer müssen sich allerdings noch gedulden. Bislang gibt es noch keine Auskünfte darüber, wann sie auch hierzulande für Alexa ausgerollt werden. ron
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