Datenanalyse

Über 3000 deutsche Start-ups überleben nicht die ersten drei Jahre

Gründer haben in Deutschland so ihre Probleme
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Gründer haben in Deutschland so ihre Probleme
Aller Anfang ist schwer. Davon können Start-ups ein Lied singen. Eine aktuelle Datenanalyse der globalen Wirtschaftsauskunftei Creditsafe hat ergeben, dass 2016 in Deutschland 3.201 Unternehmen, die ihr Gründungsdatum frühestens am 01.01.2013 hatten, heute insolvent sind.

Das bedeutet, das mehr als 3000 junge Unternehmen die ersten drei Jahre nicht überlebt haben. Die Gesamtanzahl der Insolvenzen lag 2016 der Datenanalyse zufolge bei 119.772. Die Prioritäten bei Start-ups liegen laut Creditsafe oftmals eher auf Produkt- und Organisationsentwicklung sowie auf Profitabilität. Nicht selten würden Start-ups daher mit unvorhergesehenen Herausforderungen wie Zahlungsausfällen kollidieren, die sie dann mangels Liquidität und Eigenkapital aus der Bahn werfen. Die hohen Insolvenzzahlen aus 2016 würden das bestätigen. Laut Creditsafe liegt das Risiko, in die Insolvenz zu rutschen, bei Gründern deutlich höher als bei bereits fest etablierten Unternehmen.



Doch die Start-ups hierzulande hätten mittlerweile die akuten Risiken erkannt und Ideen hergeleitet, das problem möglichst systematisch zu managen. Creditsafe-Geschäftsführer Daniel Kliem sieht eine wachsende Nachfrage nach Wirtschaftsinformationen. Immer mehr Unternehmen würden feststellen, wie hilfreich und wichtig die Wirtschaftsauskünfte für das tägliche Geschäft sind. "Wir haben uns intensiv mit den Herausforderungen junger Unternehmen beschäftigt und analysiert, was ihnen weiterhilft. Das Ergebnis ist ein Paket, dass Start-up's im Risikomanagement unterstützt und ihnen einen weitreichenden Einblick in die finanzielle Struktur ihrer Geschäftspartner liefert", so Kliem. ron


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