DACH-Analyse

Regionalzeitungen sind mobil zu langsam

So sehen AMP in der mobilen Suche aus
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So sehen AMP in der mobilen Suche aus
"40 Prozent der Nutzer verlassen eine mobile Site, wenn sie länger als drei Sekunden lädt." Das sagte Googles News-Chef Richard Gingras beim BDZV-Kongress Zeitung Digital in Berlin. Jetzt schlägt die Performance-Marketing-Agentur MSO Digital Alarm: Nur etwa ein Drittel der regionalen Tageszeitungen in der DACH-Region erreichen überhaupt ideale Ladezeiten - genauso viele, wie auch die schnellen Accelerated Mobile Pages (AMP) des Suchmaschinenkonzerns nutzen.
Bei der Auswertung der Top-20-Regionalzeitungen in Deutschland stellt MSO Digital, die das Google-Adsense-, Publishing- und Partner-Zertifikat trägt, lediglich einen Google Page Speed von durchschnittlich 53 Punkten für die mobile Startseite fest. Nur sechs der Häuser erreichten Werte von 60 oder mehr. In Österreich und in der Schweiz ist die mobile Seitengeschwindigkeit im Durchschnitt minimal höher. Die festgestellten Fehler liegen vor allem im technischen Bereich. So gibt es immer wieder Mängel bei Bildkomprimierungen, im Caching oder im Quellcode.



Die AMP-Technologie wird in Deutschland von sechs regionalen Tageszeitungen genutzt, in Österreich von vier, bei den Schweizer Medien drei. Experimentierfreudig zeigen sich laut Analyse gerade die kleineren Titel in der DACH-Region; Häuser mit der größten Online-Reichweite sind nicht unbedingt die Vorreiter. "Verlage sollten die kurze Zeitspanne für sich nutzen, in der der Wettbewerb technische Neuerungen noch nicht ausprobiert hat", rät Schahab Hosseiny, CEO von MSO Digital. Ihmzufolge müsse die Nutzung von AMP bis Ende des Jahres zur Pflichtaufgabe werden. kan
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