Criteo-Auswertung

Smartphones generieren in Deutschland erstmals mehr Transaktionen als Tablets

Zum ersten Mal wird die Mehrzahl der mobilen Transaktionen weltweit wie auch in Deutschland per Smartphone getätigt
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Zum ersten Mal wird die Mehrzahl der mobilen Transaktionen weltweit wie auch in Deutschland per Smartphone getätigt
Mobile Geräte dominieren allmählich den weltweiten Online-Handel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Adtech-Anbieters Criteo für den deutschen Markt. Danach macht M-Commerce hierzulande mittlerweile 46 Prozent aller Online-Transaktionen aus. Erstmals gehen die meisten davon vom Smartphone und nicht vom Tablet aus.
Die Ergebnisse stammen aus der Deutschland-Version des "State of Mobile Commerce Report", den Criteo gestern für das erste Halbjahr 2016 veröffentlicht hat. Insgesamt lässt sich sagen, dass Deutschland den führenden M-Commerce-Nationen wie Großbritannien, Japan und Korea noch hinterherhinkt. Der Marktanteil der mobilen Verkäufe am Onlinehandel ist aber immerhin auf 37 Prozent gestiegen. "Mobile Commerce hat einen Wendepunkt erreicht und zieht allmählich am Desktop vorbei", kommentiert Elie Kanaan, EVP Marketing bei Criteo die Entwicklung. Das liege vor allem daran, dass der Einzelhandel seine Plattformen für das Mobile Shopping verbessert, heißt es.

Das sind die Ergebnisse in der Übersicht:

Mobile Shopping dominiert

Im ersten Halbjahr 2016 steigerten die erfolgreichsten Einzelhändler Deutschlands ihre mobilen Umsätze um 17 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. Mobile-Commerce macht dabei inzwischen 46 Prozent ihrer Online-Transaktionen aus. Der Anteil der mobilen Transaktionen am E-Commerce aller deutschen Einzelhändler wuchs verglichen zum Vorjahr um 18 Prozent und macht 37 Prozent aller e-Commerce-Transaktionen aus.

Smartphone-fokussierte Shopper

Das Smartphone überholt das Tablet. Zum ersten Mal machen Transaktionen per Smartphone (55 Prozent) den Großteil aller getätigten mobilen Transaktionen aus - weltweit wie auch in Deutschland. "Um auf dem Markt nicht unterzugehen, müssen Händler eine mobilorientierte Marketingstrategie entwickeln, die In-App und mobile Webseiten miteinbezieht und so die Smartphone-orientierten Konsumenten anspricht", heißt es bei Criteo. Japan, Großbritannien und Südkorea hätten den höchsten Anteil an Webseiten, die für mobile Geräte optimiert sind, und würden deshalb die höchsten Konversionsraten aufweisen.

Ausgeklügelte Apps steigern Umsätze

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Shopping-Apps für Kunden interessanter zu gestalten, etwa durch Echtzeit-Laden, Offline-Inhalte, Push-Benachrichtigungen oder Personalisierungen. Händler mit solchen Apps haben bis zu 54 Prozent der mobilen Transaktionen weltweit durch In-App-Käufe generiert. Im vergangenen Jahr waren es 47 Prozent. Apps seien per se die erfolgreichsten digitalen Kanäle für den Verkauf, weil sie zum einen mehr Verkäufe generieren als mobile Websites und zum anderen für höhere Bestellwerte sorgen: Im Schnitt setzen Apps 127 US-Dollar um, Desktop 100 US-Dollar und mobile Websites 91 US-Dollar. ron


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