Capgemini-Prognose

Unternehmen wollen 2017 stärker in IT investieren

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Die Investitionen in IT nehmen zu.
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Die Investitionen in IT nehmen zu.
Wie viel Geld Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im kommenden Jahr in ihre IT investieren möchten, ist stark von ihrer Branche abhängig. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Capgemini hervor. Unter den Befragten ist insgesamt ein positiver Trend zu verzeichnen.
So wollen rund 44,4 Prozent der Unternehmen ihre Budgets im kommenden Jahr erhöhen, rund 11 Prozent planen gar Budgeterhöhungen im zweistelligen Bereich. Nur 16,1 Prozent der CIOs müssen dagegen bei den Ausgaben auf die Bremse drücken - ein gutes Ergebnis, schaut man sich den Vorjahreswert von 21,3 Prozent an. Ausgehend hiervon kann ein positiver Trend bei den IT-Spendings erkannt werden - auch wenn sich die Pläne stark von der jeweiligen Branche unterscheiden.


So wollen der Handel und die Logistikbranche im kommenden Jahr deutlich mehr Geld für IT-Projekte ausgeben. Banken, Versicherungen, Industrie und Energieversorger sind hier gemäßigter und bleiben ungefähr auf gleichhohem Niveau. Knapp die Hälfte aller CIOs schätzt, dass die IT-Budgets weiter steigen könnten. Das ist dringend notwendig, schaut man sich die Verteilung der derzeitigen Etats an: Laut Capgemini fließt ein großer Teil in die Aufrechterhaltung des Tagesgeschäfts. "Der Rest reicht nicht aus, um die Neugestaltung des Geschäftsmodells durch IT-Innovation zu unterstützen, weshalb solche Aussagen zunehmend von den Fachabteilungen übernommen werden", betont Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini.

Wie verteilt sich das Budget (für Hardware, Software, Services etc.) auf folgende Bereiche?

Quelle: Capgemini
Bereits das dritte Jahr in Folge werden die Ausgaben für Updates, Aktualisierungen und Erweiterungen auf mittlerweile 24,4 Prozent des gesamten IT-Etats steigen. Zum einen seien die Spendings damit begründet, Software-Release-Zyklen zu verkürzen. Zum anderen würde die Anzahl der Anwendungen rasant steigen. Diese Mehrausgaben wirken sich negativ auf die Spendingmöglichkeiten für Innovationsprojekte aus: Waren es in diesem Jahr noch 24,5 Prozent, prognostiziert Capgemini nur noch 21,5 Prozent für Evaluierung und Umsetzung solcher Projekte im kommenden Jahr. "Die steigende Zahl von Anwendungen ist kein Einmaleffekt, der Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen", kommentiert Thomas Heimann, Experte für IT-Trends bei Capgemini.

Bei der Umfrage nahmen 148 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Die Gesamtergebnisse werden im Februar 2017 veröffentlicht. Capgemini beschreibt sich selbst als "Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services sowie Outsourcing-Dienstleistungen". kn
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