Brexit

Jedes zehnte britische Start-up denkt über einen Umzug in die EU nach

Gründer haben in Deutschland so ihre Probleme
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Gründer haben in Deutschland so ihre Probleme
Der Brexit und seine Folgen für den Startup-Standort Großbritannien: Einer aktuellen Umfrage zufolge soll ein Zehntel der britischen Gründer mit einem Umzug auf das europäische Festland liebäugeln.
Bis zum eigentlichen Austritt des Vereinigten Königreich aus der Europäischen Union wird es wohl bis 2019 dauern. Doch die britische Wirtschaft spürt die Auswirkungen des nahenden Brexits schon jetzt: Einer aktuellen Studie zufolge nimmt der Zuzug von EU-Bürgern ab. Das könnte zu Problemen bei der Stellenbesetzung führen. Sorgen, die auch die britische Startup-Szene umtreiben. Wie genau Gründer mit dem Brexit umgehen, hat die Silicon Valley Bank in Form einer nichtrepräsentativen Umfrage zu ergründen versucht.
Brexit: Nicht wenige britische Startups denken darüber nach, zumindest eine Außenstelle in einem EU-Land zu eröffnen
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Brexit: Nicht wenige britische Startups denken darüber nach, zumindest eine Außenstelle in einem EU-Land zu eröffnen
Aus der Umfrage geht hervor, dass 17 Prozent der UK-Startups überlegen, ob sie ihre Firmenzentrale in ein anderes Land verlegen. Etwas mehr als jedes zehnte Startup denkt über den Umzug in die EU nach, während fünf Prozent außerhalb der EU ihr Glück versuchen wollen. Lediglich ein Prozent hat sich bereits darauf festgelegt, mit ihrem Hauptquartier in eine andere EU-Nation umzuziehen. Profitieren könnten vor allem Städte wie Berlin, Paris und Stockholm. Weitere 21 Prozent der Firmen wollen zwar weiterhin im Vereinigten Königreich bleiben, aber eine Außenstelle in der Europäischen Union eröffnen.



Auf die Frage, welches das größte Problem sei, das der Brexit mit sich bringe, gaben 32 Prozent der Startup-Gründer an, dass sich ihre nicht-britischen Mitarbeiter sorgen, wie ihre langfristigen Möglichkeiten im Vereinigten Königreich aussehen. 21 Prozent der Startups glauben, dass es schwieriger wird, an Wagniskapital zu kommen.
Mit diesen Problemen sehen sich britische Startups nach dem Brexit konfrontiert.
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Mit diesen Problemen sehen sich britische Startups nach dem Brexit konfrontiert.
Weitere 21 Prozent sorgen sich vor allem um steigende Betriebskosten. 12 Prozent glauben, dass es durch den Brexit schwieriger wird, an geeignetes Personal zu gelangen. Um den eigentlichen Zugang zum europäischen Binnenmarkt machen sich allerdings wenige Startups sorgen. Nur sieben Prozent der Befragten gaben an, dass sie im erschwerten Verkauf ihrer Produkte in die EU das größte Problem mit dem Brexit sehen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de
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