"Bits & Pretzels"-Macher

"Wir wollen die geilste Gründer-Veranstaltung der Welt sein"

Die Gründer von "Bits and Pretzels" Bernd Storm, Andreas Bruckschlögl und Felix Haas (v.l.)
© Bits and Pretzels
Die Gründer von "Bits and Pretzels" Bernd Storm, Andreas Bruckschlögl und Felix Haas (v.l.)
Die Gründer-Veranstaltung "Bits & Pretzels" ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Innerhalb von nur 2 Jahren ist das Event zu einem der wichtigsten Startup-Treffen weltweit avanciert, nächste Woche werden zur vierten Auflage 5000 Besucher erwartet. Und nicht nur das: Mit Kevin Spacey und Sir Richard Branson haben sich sogar echte Mega-Stars angekündigt. Im Interview mit HORIZONT Online sprechen die Gründer Bernd Storm, Andreas Bruckschlögl und Felix Haas unter anderem darüber, wie sie diese Promis angelockt haben.

Euer Line-up ist in diesem Jahr mit Sir Richard Branson und Kevin Spacey äußerst hochkarätig. Hattet ihr je daran gedacht, nach nur 2 Jahren solche Superstars anlocken zu können? Bernd: Wir hatten bereits von Beginn an eine Vision für unsere Veranstaltung. Die hat sich bis heute nicht geändert: Wir wollen die geilste Gründer- Veranstaltung der Welt auf die Beine stellen. Und nicht Teil eines Veranstalter-Zirkus sein, bei dem Events im einen Jahr top sind und im darauffolgenden wieder flop. Und tatsächlich sind wir auf dem besten Weg, uns als eine der wichtigsten Gründer-Events zu etablieren. Die Nachfrage wächst dabei von ganz allein. Für dieses Jahr erwarten wir 5000 Besucher über drei Tage hinweg. 2014 waren es noch 1400.



Ihr wollt die "geilste Gründer-Veranstaltung der Welt" sein. Was macht eine solche Veranstaltung aus? Bernd: Drei Komponenten spielen eine wichtige Rolle: Es braucht zum einen wertvolle Fachvorträge. Heißt: Die Besucher müssen etwas lernen oder Hilfestellungen in Gründerfragen erhalten. Zweitens müssen sich die richtigen Personen treffen, also in unserem Fall Gründer, Investoren und andere Startup-Experten. Und zu guter Letzt braucht es eine große Portion Spaß. Sprich, fachfremde und teils lockerere Vorträge und natürlich Partys. Wie bekommt man eigentlich Kevin Spacey als Redner? Andi: Das war eine echte Odyssee! Erst nach monatelanger Recherche hatten wir die Kontaktdaten eines Managers von Spacey erhalten, über den dann die offizielle Anfrage ablief. Wir mussten unsere ganze Überzeugungskraft abrufen, um Spacey nach München zu locken. Unter anderem hatten wir in einem Skype-Call mit Spaceys Manager über unsere Philosophie „Von Gründern für Gründer“ gesprochen. Das hatte letztendlich ihn überzeugt.

Felix: Bei Sir Richard Branson war es ähnlich. Ich konnte glücklicherweise eine Verbindung über einen gemeinsamen Bekannten herstellen. Trotzdem war viel Überzeugungsarbeit nötig, um Branson zu uns zu locken. Aber die Arbeit hat sich gelohnt. Ganz wichtig ist uns aber, dass unser Line-up nicht nur hochkarätig ist sondern auch heterogen: Erfahrene und unerfahrene Gründer, große und kleine Investoren sowie Experten finden bei uns zusammen.


Was wollt ihr in diesem Jahr anders machen als in den Jahren zuvor? Felix: Wir setzen uns immer nach dem Event zusammen und diskutieren, was wir beim nächsten Mal verbessern können. Für dieses Jahr haben wir uns für zwei Änderungen entschlossen:  Zum einen sind das Themencluster. Wir bündeln ab sofort verschiedene Vorträge in Cluster, beispielsweise zu den Themen Software, Internet of Things oder Fintech. Das soll dazu beitragen, die Veranstaltung ein wenig übersichtlicher zu machen. Zum anderen wollen wir die Vernetzung der Teilnehmer verbessern. Dafür haben wir eine Networking App entwickelt, mit der Gründer einfacher mit Journalisten oder potentiellen Geldgebern vor Ort zusammenkommen können.

Wie bewertet ihr die verschärften Sicherheitsmaßnahmen in München und rund um das Oktoberfest? Tangiert euch das überhaupt? Bernd:  Wenn es um Sicherheitsfragen geht, halten wir natürlich regelmäßig Rücksprache mit der Messe München. Die teilweise sehr strengen Sicherheitskontrollen auf dem Oktoberfest und generell in der Münchner Innenstadt kann ich grundsätzlich nachvollziehen, auch wenn einige Menschen sich davon etwas beengt fühlen. Uns als Veranstalter kommt das verschärfte Sicherheitskonzept zumindest sehr entgegen. Als Veranstalter hat man nichts gegen mehr Sicherheit. Im Gegenteil: Es erleichtert uns vieles.

Interview: Giuseppe Rondinella

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