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Google hat ein neues Werbe-Tool eingeführt.
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"Auto Ads" Google lässt Künstliche Intelligenz Werbeanzeigen platzieren

Google hat ein neues Werbe-Tool eingeführt.
Google-Anzeigen werden bekanntlich schon lange Zeit automatisiert ausgespielt. Aber der Such-Riese geht nun einen Schritt weiter und führt mit "Auto Ads" ein neues Produkt ein, welches auf einer Künstlichen Intelligenz (KI) basiert. Das Besondere: Die KI entscheidet erstmals eigenständig, wie viele Anzeigen für eine bestimmte Website angemessen sind und wo genau sie platziert werden.
von Giuseppe Rondinella, Freitag, 23. Februar 2018
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    Für die "Auto Ads" verwendet Google eine hauseigene Künstliche Intelligenz, die die Website eines Publishers "lesen" kann und auf Basis der daraus gewonnenen Daten eine Entscheidung darüber trifft, welche und wie viele Werbeanzeigen auf dieser Seite ausgespielt - und wo genau diese dort platziert werden. Die KI lernt mit der Zeit, welche Anzeigen in welchem Umfeld am besten funktionieren. Das neue Tool wurde heimlich, still und leise im April 2017 als Beta-Test ausgerollt und ist nun für alle Publisher freigeschaltet, berichtet Techcrunch. Um "Auto Ads" zu aktivieren, ist die Implementierung einer Code-Zeile notwendig. Laut Google konnten die Test-Publisher in den vergangenen Monaten durch den neuen Service ein Einnahmeplus von durchschnittlich zehn Prozent erzielen.

    Googles Werbedienst AdSense, mit dem seit 2003 bereits Werbung auf Websites außerhalb der hauseigenen Angebote ausgesteuert werden und mittlerweile von zahlreichen Publishern verwendet wird, basiert bekanntermaßen auf einem Algorithmus. Dieser platziert Anzeigen auf Websites, die dazu passen, beispielsweise Fotografie-Anzeigen in einem Blog über Fotografie. Die "Auto Ads" sollen hingegen deutlich mehr leisten und etwa entscheiden, wo genau auf der Seite die Anzeige platziert wird und ob sie als Video oder Bild daherkommen soll.

    Wie das die User-Experience auf Websites verändern könnte, wird sich erst noch zeigen müssen. Einige Publisher hätten sich im Laufe der Testphase nämlich beschwert, dass ihre Seiten voll mit Werbung waren. Offensichtlich hatte Google lieber zu viel als zu wenig Werbung ausgespielt. Außerdem sei die Sorge groß auf Seiten der Publisher, dass die KI hinter dem Tool fragwürdigen Anzeigen eine prominente Bühne bieten könnte. ron
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