Augmented Reality

Wenn der Audi durch den Bildschirm crasht

In der erweiterten Realität springt der Audi durch den Laptop-Bildschirm
© Screenshot Vimeo
In der erweiterten Realität springt der Audi durch den Laptop-Bildschirm
Eben noch im TV-Spot und plötzlich in den eigenen vier Wänden: Audi hat in Norwegen ein Commercial gestartet, bei dem sich das Fahrzeug eindrucksvoll einen Weg durch den Fernsehbildschirm in das heimische Wohnzimmer bahnt. Möglich wird das Ganze mithilfe einer neuen Augmented-Reality-App des Ingolstädter Autobauers.

"Vorsprung durch Technik" ist der berühmt-berüchtigte Markenclaim, den Audi in seiner Kommunikation einsetzt. Dass dieser Satz nicht nur für die Fahrzeuge gilt, sondern - mehr noch - Teil der Firmen-DNA ist, beweist der Konzern mit einer Augmented-Reality-Kampagne in Norwegen auf eine sehr beeindruckende Art und Weise.



Zusammen mit der norwegischen Kreativagentur POL Oslo ist ein TV-Commercial entstanden (siehe Film unten), das ein Quattro-Modell von Audi auf einer Landstraße zeigt. So weit, so gewöhnlich. Der Clou: Hat sich der Zuschauer zuvor die "Audi quattro coaster AR App" heruntergeladen und sein Smartphone in Richtung Bildschirm gehalten, crasht das Fahrzeug plötzlich durch die Mattscheibe (bzw. Computer- oder Laptop-Display) in die eigenen vier Wände.

In der neuen Audi-App lässt sich das virtuelle Fahrzeug schließlich nach Belieben in der realen Umgebung platzieren, vergrößern und verkleinern sowie von allen Seiten betrachten. Hinzu kommt, dass die Ingolstädter in der App ein Spiel integriert haben, das den Nutzern erlaubt, eigene virtuelle Rennstrecken zu erstellen, auf denen der Audi "probegefahren" werden kann. Flankiert wird die Aktion von einer Multimedia-Kampagne, die auf die neue App hinweist, die für das Augmented-Reality-Spektakel unabdingbar ist. Sie ist weltweit im App Store von Apple zu haben, der TV-Spot allerdings wird erst einmal nur in Norwegen ausgestrahlt. Ein globaler Roll-out ist aber zu erwarten, heißt es vonseiten der Kreativagentur POL. "Das ist das erste Mal, dass Marketer mit Technologie einen nahtlosen Übergang von einem Medium zum anderen schaffen", sagt POL-Account-Director Kjetil Botten Skogly.


Vor ziemlich genau einem Jahr legte Audi in Norwegen bereits eine ähnliche Kampagne vor - damals aber bewarb der Konzern die Schwestertechnologie Virtual Reality. "Enter Sandbox" hieß die Kampagne (siehe unten), in deren Fokus ein TV-Spot, Online-Maßnahmen und eine VR-Microsite standen, ebenfalls entstanden mit der Kreativagentur POL. Der Clou des Auftritts ist die Verknüpfung der echten Welt mit der virtuellen Realität. Denn die auf VR spezialisierten Producer von MediaMonks haben eine Technologie entwickelt, die die zuvor in einem realen Sandkasten geformte Rennstrecke mit einer Infrarot-Kamera scannt und die Daten dann mit allen Kurven, Tunneln und Hügeln in eine VR-Animation übersetzt. ron

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